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Veröffentlichung online am 15.03.2020 um 09:59:28 Uhr

Corona: Weitere Einschränkungen / Der Landkreis untersagt jetzt auch Kurse an Volkshochschulen, Musikschulen und privaten Kitas / 28 registrierte Fälle

Von Stephanie Marschall

Alfeld/Landkreis. Das Coronavirus hat auch den Landkreis Hildesheim fest im Griff. Die Zahl der vom Gesundheitsamt bestätigten Infektionen lag am Sonnabendabend bei 28. Um die Ausbreitung einzuschränken und das Ansteckungsrisiko zu minimieren, hat der Landkreis Hildesheim am Sonnabendabend weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben angeordnet. Noch offen ist nach jetzigem Stand, wie mit Blutspendeterminen umgegangen werden soll.
Folgende Änderungen gelten demnach seit Sonnabendabend bis voraussichtlich zum 18. April:
▶ Nach öffentlichen Schul- und Kindertagesstätten (Kitas) müssen nun auch private Schulen und Kitas die Türen geschlossen halten. Die einschränkenden Regeln für die Notbetreuung gelten ebenfalls.

▶Die Heilpädagogischen Tagesstätten der Lebenshilfen Alfeld und Hildesheim, die Kita Lindholzpark und die Tagesstätte des Förderzentrums Bockfeld bleiben geschlossen (Notbetreuung).

▶ Geplante Veranstaltungen (auch Dritter) in Räumen privater Schulen, Kitas und Tagesstätten der Behindertenhilfe dürfen nicht stattfinden.

▶ Verbot für Kurse Vorlesungen, Seminare und andere Veranstaltungen an Uni und Hochschule Hildesheim, Volkshochschule Hildesheim (auch Alfeld) und den Musikschulen.

▶ Badeanstalten und Schwimmbäder bleiben geschlossen.

▶ Die Werkstätten für Behinderte, auch die der Lebenshilfe in Lamspringe, bleiben vorerst geöffnet. Es gelten Zugangsbeschränkungen.

▶ Auch das Berufsbildungszentrum und die Familienbildungsstätten müssen ihren Lehrbetrieb einstellen.

In diesem Zusammenhang wendet sich Landrat Olaf Levonen an die Einwohner im Landkreis. Der Sozialdemokrat mahnt zur Besonnenheit und weist darauf hin, dass die getroffenen Maßnahmen dem Schutz der Menschen dienen. „Die Kreisverwaltung tut alles Erforderliche, um die Infektionsketten zu verlangsamen und so dafür zu sorgen, dass alle schwer erkrankten Personen auch adäquat medizinisch versorgt werden können“, so Levonen.

Zudem wirbt er um die Unterstützung der Bürger. Diese sollten ihre persönlichen Kontakte auf das Notwendigste beschränken. „Besonders Alte und Menschen mit Vorerkrankungen sind darauf angewiesen, dass sie nicht in Kontakt mit Infizierten kommen“, verdeutlichte der Landrat in einem Statement gegenüber der Presse. Es werde regelmäßig geprüft, ob weitere einschränkende Maßnahmen erforderlich sind, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

„Alle Bürger müssen verantwortungsvoll mit dieser Situation umgehen. Wir müssen an die Personengruppen denken, für die das Coronavirus schwere Folgen haben kann“, appellierte Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen nach der Sitzung des Alfelder Krisenstabs (Text unten) am Sonnabendnachmittag im AZ-Gespräch. Auch er empfiehlt, die sozialen Kontakte so weit wie möglich einzuschränken.

Gastgebern privater und nicht staatlicher Veranstaltungen mit vielen Gästen (sie sind zum jetzigen Zeitpunkt von den Kreis-Maßnahmen nicht betroffen) gibt der Alfelder Verwaltungschef mit auf den Weg: „Die privaten Veranstalter müssen selbst entscheiden, ob sie gewillt sind, unter diesen Rahmenbedingungen an ihrer Veranstaltung festzuhalten.“

Gleichzeitig äußert Beushausen die Bitte, auf Besuche in Alten- und Pflegeheimen bis auf Weiteres zu verzichten: „Das Ansteckungsrisiko ist einfach zu groß.“

Mit Blick auf die Alfelder Verwaltungs wischte er kursierenden Gerüchten vom Tisch: „Wir sind zu 100 Prozent leistungsfähig und werden die Rathaustür nicht schließen.“ Weder Beerdigungen noch Trauungen würden abgesagt. Allerdings soll die Teilnehmerzahl bei Eheschließungen auf unter zehn im großen Sitzungssaal und auf unter vier im kleinen Trauzimmer reduziert werden.

Um allen Bürgern die Möglichkeit der Ratsuche einzuräumen, werden ab Montagmittag Hotlines eingerichtet .
* Für den Bereich der Kindertagesstätten bzw. der Betreuung von 0 bis 6-jährigen Kindern: 05181 703 401

Für den Bereich der Grundschulen: 05181 703 402

* Für sonstige nicht medizinische Fragen zum Thema Corona-Virus: 05181 703 403


Registrierte Corona-Fälle im Landkreis
▶ Nach letzter Bestandsmeldungdurch das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim am Sonntag um 19 Uhr gab es folgende bestätigte Corona-Infektionen in Stadt und Landkreis Hildesheim: Am Donnerstag lag die Zahl bei sieben, am Freitag bei 16, am Sonnabend bei 28 und am Sonntag bei 31 Infizierten.
▶ Wohnorte der Infizierten: Stadtgebiet Hildesheim (16), Elze (2), Harsum (3), Holle (1), Nordstemmen (2), Sarstedt (2), Bad Salzdetfurth (1), Freden (3) und Lamspringe (1). Zwei Personen haben ihren Erstwohnsitz außerhalb des Landkreises.
▶ Für 145 Menschen besteht wegen Kontakten zu Infizierten eine häusliche Quarantäne.
▶ Für Niedersachsen wurden bis Sonntag (17.30 Uhr) offiziell 287 mit Corona infizierte Personen gemeldet – 34 mehr als am Freitag.

Veröffentlichung in der Alfelder Zeitung vom 16.03.2020

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Veröffentlichung online am 15.03.2020 um 09:59:28 Uhr

Corona: Weitere Einschränkungen / Der Landkreis untersagt jetzt auch Kurse an Volkshochschulen, Musikschulen und privaten Kitas / 28 registrierte Fälle

Von Stephanie Marschall

Alfeld/Landkreis. Das Coronavirus hat auch den Landkreis Hildesheim fest im Griff. Die Zahl der vom Gesundheitsamt bestätigten Infektionen lag am Sonnabendabend bei 28. Um die Ausbreitung einzuschränken und das Ansteckungsrisiko zu minimieren, hat der Landkreis Hildesheim am Sonnabendabend weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben angeordnet. Noch offen ist nach jetzigem Stand, wie mit Blutspendeterminen umgegangen werden soll.
Folgende Änderungen gelten demnach seit Sonnabendabend bis voraussichtlich zum 18. April:
▶ Nach öffentlichen Schul- und Kindertagesstätten (Kitas) müssen nun auch private Schulen und Kitas die Türen geschlossen halten. Die einschränkenden Regeln für die Notbetreuung gelten ebenfalls.

▶Die Heilpädagogischen Tagesstätten der Lebenshilfen Alfeld und Hildesheim, die Kita Lindholzpark und die Tagesstätte des Förderzentrums Bockfeld bleiben geschlossen (Notbetreuung).

▶ Geplante Veranstaltungen (auch Dritter) in Räumen privater Schulen, Kitas und Tagesstätten der Behindertenhilfe dürfen nicht stattfinden.

▶ Verbot für Kurse Vorlesungen, Seminare und andere Veranstaltungen an Uni und Hochschule Hildesheim, Volkshochschule Hildesheim (auch Alfeld) und den Musikschulen.

▶ Badeanstalten und Schwimmbäder bleiben geschlossen.

▶ Die Werkstätten für Behinderte, auch die der Lebenshilfe in Lamspringe, bleiben vorerst geöffnet. Es gelten Zugangsbeschränkungen.

▶ Auch das Berufsbildungszentrum und die Familienbildungsstätten müssen ihren Lehrbetrieb einstellen.

In diesem Zusammenhang wendet sich Landrat Olaf Levonen an die Einwohner im Landkreis. Der Sozialdemokrat mahnt zur Besonnenheit und weist darauf hin, dass die getroffenen Maßnahmen dem Schutz der Menschen dienen. „Die Kreisverwaltung tut alles Erforderliche, um die Infektionsketten zu verlangsamen und so dafür zu sorgen, dass alle schwer erkrankten Personen auch adäquat medizinisch versorgt werden können“, so Levonen.

Zudem wirbt er um die Unterstützung der Bürger. Diese sollten ihre persönlichen Kontakte auf das Notwendigste beschränken. „Besonders Alte und Menschen mit Vorerkrankungen sind darauf angewiesen, dass sie nicht in Kontakt mit Infizierten kommen“, verdeutlichte der Landrat in einem Statement gegenüber der Presse. Es werde regelmäßig geprüft, ob weitere einschränkende Maßnahmen erforderlich sind, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

„Alle Bürger müssen verantwortungsvoll mit dieser Situation umgehen. Wir müssen an die Personengruppen denken, für die das Coronavirus schwere Folgen haben kann“, appellierte Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen nach der Sitzung des Alfelder Krisenstabs (Text unten) am Sonnabendnachmittag im AZ-Gespräch. Auch er empfiehlt, die sozialen Kontakte so weit wie möglich einzuschränken.

Gastgebern privater und nicht staatlicher Veranstaltungen mit vielen Gästen (sie sind zum jetzigen Zeitpunkt von den Kreis-Maßnahmen nicht betroffen) gibt der Alfelder Verwaltungschef mit auf den Weg: „Die privaten Veranstalter müssen selbst entscheiden, ob sie gewillt sind, unter diesen Rahmenbedingungen an ihrer Veranstaltung festzuhalten.“

Gleichzeitig äußert Beushausen die Bitte, auf Besuche in Alten- und Pflegeheimen bis auf Weiteres zu verzichten: „Das Ansteckungsrisiko ist einfach zu groß.“

Mit Blick auf die Alfelder Verwaltungs wischte er kursierenden Gerüchten vom Tisch: „Wir sind zu 100 Prozent leistungsfähig und werden die Rathaustür nicht schließen.“ Weder Beerdigungen noch Trauungen würden abgesagt. Allerdings soll die Teilnehmerzahl bei Eheschließungen auf unter zehn im großen Sitzungssaal und auf unter vier im kleinen Trauzimmer reduziert werden.

Um allen Bürgern die Möglichkeit der Ratsuche einzuräumen, werden ab Montagmittag Hotlines eingerichtet .
* Für den Bereich der Kindertagesstätten bzw. der Betreuung von 0 bis 6-jährigen Kindern: 05181 703 401

Für den Bereich der Grundschulen: 05181 703 402

* Für sonstige nicht medizinische Fragen zum Thema Corona-Virus: 05181 703 403


Registrierte Corona-Fälle im Landkreis
▶ Nach letzter Bestandsmeldungdurch das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim am Sonntag um 19 Uhr gab es folgende bestätigte Corona-Infektionen in Stadt und Landkreis Hildesheim: Am Donnerstag lag die Zahl bei sieben, am Freitag bei 16, am Sonnabend bei 28 und am Sonntag bei 31 Infizierten.
▶ Wohnorte der Infizierten: Stadtgebiet Hildesheim (16), Elze (2), Harsum (3), Holle (1), Nordstemmen (2), Sarstedt (2), Bad Salzdetfurth (1), Freden (3) und Lamspringe (1). Zwei Personen haben ihren Erstwohnsitz außerhalb des Landkreises.
▶ Für 145 Menschen besteht wegen Kontakten zu Infizierten eine häusliche Quarantäne.
▶ Für Niedersachsen wurden bis Sonntag (17.30 Uhr) offiziell 287 mit Corona infizierte Personen gemeldet – 34 mehr als am Freitag.

Veröffentlichung in der Alfelder Zeitung vom 16.03.2020

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Corona: Weitere Einschränkungen / Der Landkreis untersagt jetzt auch Kurse an Volkshochschulen, Musikschulen und privaten Kitas / 28 registrierte Fälle

Von Stephanie Marschall

Alfeld/Landkreis. Das Coronavirus hat auch den Landkreis Hildesheim fest im Griff. Die Zahl der vom Gesundheitsamt bestätigten Infektionen lag am Sonnabendabend bei 28. Um die Ausbreitung einzuschränken und das Ansteckungsrisiko zu minimieren, hat der Landkreis Hildesheim am Sonnabendabend weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben angeordnet. Noch offen ist nach jetzigem Stand, wie mit Blutspendeterminen umgegangen werden soll.
Folgende Änderungen gelten demnach seit Sonnabendabend bis voraussichtlich zum 18. April:
▶ Nach öffentlichen Schul- und Kindertagesstätten (Kitas) müssen nun auch private Schulen und Kitas die Türen geschlossen halten. Die einschränkenden Regeln für die Notbetreuung gelten ebenfalls.

▶Die Heilpädagogischen Tagesstätten der Lebenshilfen Alfeld und Hildesheim, die Kita Lindholzpark und die Tagesstätte des Förderzentrums Bockfeld bleiben geschlossen (Notbetreuung).

▶ Geplante Veranstaltungen (auch Dritter) in Räumen privater Schulen, Kitas und Tagesstätten der Behindertenhilfe dürfen nicht stattfinden.

▶ Verbot für Kurse Vorlesungen, Seminare und andere Veranstaltungen an Uni und Hochschule Hildesheim, Volkshochschule Hildesheim (auch Alfeld) und den Musikschulen.

▶ Badeanstalten und Schwimmbäder bleiben geschlossen.

▶ Die Werkstätten für Behinderte, auch die der Lebenshilfe in Lamspringe, bleiben vorerst geöffnet. Es gelten Zugangsbeschränkungen.

▶ Auch das Berufsbildungszentrum und die Familienbildungsstätten müssen ihren Lehrbetrieb einstellen.

In diesem Zusammenhang wendet sich Landrat Olaf Levonen an die Einwohner im Landkreis. Der Sozialdemokrat mahnt zur Besonnenheit und weist darauf hin, dass die getroffenen Maßnahmen dem Schutz der Menschen dienen. „Die Kreisverwaltung tut alles Erforderliche, um die Infektionsketten zu verlangsamen und so dafür zu sorgen, dass alle schwer erkrankten Personen auch adäquat medizinisch versorgt werden können“, so Levonen.

Zudem wirbt er um die Unterstützung der Bürger. Diese sollten ihre persönlichen Kontakte auf das Notwendigste beschränken. „Besonders Alte und Menschen mit Vorerkrankungen sind darauf angewiesen, dass sie nicht in Kontakt mit Infizierten kommen“, verdeutlichte der Landrat in einem Statement gegenüber der Presse. Es werde regelmäßig geprüft, ob weitere einschränkende Maßnahmen erforderlich sind, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

„Alle Bürger müssen verantwortungsvoll mit dieser Situation umgehen. Wir müssen an die Personengruppen denken, für die das Coronavirus schwere Folgen haben kann“, appellierte Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen nach der Sitzung des Alfelder Krisenstabs (Text unten) am Sonnabendnachmittag im AZ-Gespräch. Auch er empfiehlt, die sozialen Kontakte so weit wie möglich einzuschränken.

Gastgebern privater und nicht staatlicher Veranstaltungen mit vielen Gästen (sie sind zum jetzigen Zeitpunkt von den Kreis-Maßnahmen nicht betroffen) gibt der Alfelder Verwaltungschef mit auf den Weg: „Die privaten Veranstalter müssen selbst entscheiden, ob sie gewillt sind, unter diesen Rahmenbedingungen an ihrer Veranstaltung festzuhalten.“

Gleichzeitig äußert Beushausen die Bitte, auf Besuche in Alten- und Pflegeheimen bis auf Weiteres zu verzichten: „Das Ansteckungsrisiko ist einfach zu groß.“

Mit Blick auf die Alfelder Verwaltungs wischte er kursierenden Gerüchten vom Tisch: „Wir sind zu 100 Prozent leistungsfähig und werden die Rathaustür nicht schließen.“ Weder Beerdigungen noch Trauungen würden abgesagt. Allerdings soll die Teilnehmerzahl bei Eheschließungen auf unter zehn im großen Sitzungssaal und auf unter vier im kleinen Trauzimmer reduziert werden.

Um allen Bürgern die Möglichkeit der Ratsuche einzuräumen, werden ab Montagmittag Hotlines eingerichtet .
* Für den Bereich der Kindertagesstätten bzw. der Betreuung von 0 bis 6-jährigen Kindern: 05181 703 401

Für den Bereich der Grundschulen: 05181 703 402

* Für sonstige nicht medizinische Fragen zum Thema Corona-Virus: 05181 703 403


Registrierte Corona-Fälle im Landkreis
▶ Nach letzter Bestandsmeldungdurch das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim am Sonntag um 19 Uhr gab es folgende bestätigte Corona-Infektionen in Stadt und Landkreis Hildesheim: Am Donnerstag lag die Zahl bei sieben, am Freitag bei 16, am Sonnabend bei 28 und am Sonntag bei 31 Infizierten.
▶ Wohnorte der Infizierten: Stadtgebiet Hildesheim (16), Elze (2), Harsum (3), Holle (1), Nordstemmen (2), Sarstedt (2), Bad Salzdetfurth (1), Freden (3) und Lamspringe (1). Zwei Personen haben ihren Erstwohnsitz außerhalb des Landkreises.
▶ Für 145 Menschen besteht wegen Kontakten zu Infizierten eine häusliche Quarantäne.
▶ Für Niedersachsen wurden bis Sonntag (17.30 Uhr) offiziell 287 mit Corona infizierte Personen gemeldet – 34 mehr als am Freitag.

Veröffentlichung in der Alfelder Zeitung vom 16.03.2020

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