Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Altkleidercontainer gesucht

Alfeld - AZ-Redakteur Milan Bauseneik kann sich nur schwer von alten Kleidungsstücken trennen. Wenn es dann aber doch einmal soweit ist, geht es, klar, zum Altkleidercontainer. Nur gibt es von denen immer weniger – auch in Alfeld.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Sind Sie auch jemand, der sich sehr ungern von Kleidungsstücken trennt? Schon als Kind wurde ich von meiner Familie regelmäßig auf die Schippe genommen, weil ich mich noch in Schlafanzüge gezwängt habe, die mir bereits zwei Nummern zu klein waren. Ganz so schlimm ist es heute zwar nicht mehr – ich wachse ja dankenswerterweise auch nicht mehr. Aber wann immer die Zeit eines Shirts dem Ende entgegenneigt, das mir jahrelang treue Dienste geleistet hat, werde ich unnötig sentimental. Den Weg zum Altkleidercontainer gehe ich darum sehr widerwillig.

Nur gibt es aber auch immer weniger Ziele dafür. Erst neulich machte ich mich mit einem Sack alter Schuhe auf den Weg zu meinem „Stammcontainer“ und fand: nichts. Da, wo der Container einst stand, lagen nur noch ein nasser Haufen Pappe und ein paar Zigarettenstummel. Keine Seltenheit, wie Sie im Artikel meiner Kollegin Hanna Ilea Enkhardt lesen können. Die Altkleidercontainer verschwinden zusehends, auch in Alfeld! Keine gute Entwicklung. Denn egal, wie sehr man an etwas hängt – irgendwann ist es nun einmal ein Fall für die Tonne. Blöd nur, wenn es diese dann nicht mehr gibt.

  • Alfeld