Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Aufgepasst bei Lamellenvorhängen

Alfeld - Manchmal wähnt man sich unbeobachtet und liegt damit völlig falsch. AZ-Redakteur Christian Wolters hat sich als Schreckgespenst entpuppt.

Christian Wolters, stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Lokalredaktion. Foto: Chris Gossmann

Alfeld - Dass Menschen in unserer Alfelder Fußgängerzone in Schaufenster blicken, ist ja schon mal eine sehr schöne Angelegenheit. Wer gemütlich bummelt, lässt auch Geld da. Leider muss ich einschränken: Damit die Gleichung aufgeht, muss es sich natürlich um ein dekoriertes Schaufenster handeln und nicht um ein mit Lamellenvorhang gegen Blicke und Lichteinfall gesichertes Fenster einer Zeitungsredaktion. Die drei Teenagerinnen, die vor unserem Fenster in der Sedanstraße standen, hatten irgendwas auf ihren Handys im Sinn, das sie in einen Zustand glücklicher Aufregung versetzt hat. Eine von ihnen schaffte es (typisch weiblich, vermute ich), sowohl das Handy als auch sich selbst in unserem blitzblank gewienerten Fenster zu betrachten. Um zu prüfen, ob sie auch einen dritten Wahrnehmungsstrang verfolgen und das Geschehen in unserer Redaktion ausspähen konnte, schob ich schnell die Lamellen auseinander und präsentierte ihr mein Gesicht. Was soll ich sagen: Sie kreischte sehr laut und rannte mit ihren Freundinnen davon. Und ich? Ich kreische ihnen auf diesem Weg hinterher: Nein, ich bin euch nicht böse. Mein Tipp: Vorsicht bei Lamellenvorhängen!

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