Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Bitte keine Höhenflüge

Alfeld - Das Alfelder 7-Berge-Bad ist in die Jahre gekommen. Erhebliche Investitionen stehen an. Aktuell wird der Zehn-Meter-Sprungturm saniert. Das ist auch richtig, findet AZ-Redaktionsleiterin Ulrike Kohrs. Wenngleich sie wenig von Höhenflügen hält.

In ihrer Kolumne "Von A bis Z" blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland.

Alfeld - Von einer zehn Meter hohen Plattform in ein Becken springen? Niemals. Auf gar keinen Fall. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich finde es gut, dass der Sprungturm im 7-Berge-Bad saniert wird. Wenngleich ich schon der Meinung bin, dass Politik und Verwaltung durchaus transparenter mit dem Bad und seinen Problemzonen umgehen könnten. Doch zurück zum Turm: Im Leben würde ich so einen Sprung nicht wagen. Ich würde vielleicht mal rauf steigen und den Ausblick genießen – aber dann schleunigst wieder die Treppe runtersteigen. Wenn überhaupt. Vergessen Sie das gleich mal wieder. Schon beim Schreiben dieser Zeilen und dem Gedanken an die Höhe wird mir ganz anders. Das ist übrigens keine Altersfrage. Ich war auch früher schon mehr Typ Rutsche als Typ Sprungturm. In meinem Heimatort habe ich mehrmals an den Rutschmeisterschaften im Freibad teilgenommen – mit mittelmäßigem Erfolg. Die Rutsche im 7-Berge-Bad habe ich auch vor Jahren mal ausprobiert. Da kriegen mich heute aber keine zehn Pferde mehr hinein. Eine geschlossene Röhre in die Tiefe – da kriege ich Platzangst. Und ich fürchte, das ist eine Altersfrage.

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