Alfeld - Ist man weit von seiner Mutter entfernt, lernt man sie manchmal noch mehr zu schätzen. So geht es mir nun, da ich erstmals 400 Kilometer von meiner Ursprungsheimat entfernt lebe. Bewusst geworden ist mir das wieder, als ich jüngst bei den Alfelder Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern unterwegs war, um mit ihnen über Muttertagsgeschenke zu sprechen (davon lesen Sie eine Seite weiter).
Immer wieder stieg dabei dieses Gefühl der Dankbarkeit in mir auf – dafür, dass sie überhaupt noch in meinem Leben ist, die Person, die mir beigebracht hat, zu staunen und zu singen, zu lachen und zu leben. Auf die Distanz wird auch jeder Zwist, den es irgendwann einmal gegeben haben mag, plötzlich ganz nichtig. Da ist kein Augenrollen mehr – nur noch die Freude, am Feierabend ab und zu die vertraute Stimme am Telefon zu hören. Oder einander nach vielen Wochen in den Arm zu nehmen.
