Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Das ist dann schon – binomisch

Alfeld - Wer sich zu helfen weiß, kommt meist ganz gut durchs Leben. Davon kann AZ-Redakteur Ulrich Meinhard ein Liedchen singen, wenn auch mathematisch ausgelegt.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Man kann ja dumm sein, man muss sich nur zu helfen wissen. Diesen Spruch haben meine Klassenkameraden vor zig Jahren gerne gebraucht. Bei mir hat er deswegen Eindruck hinterlassen, weil ich nicht so der gute Schüler war, den meine Eltern erwartet haben. Mathematik zum Beispiel war und blieb für mich ein böhmisches Dorf, eigentlich schon eine ganze Stadt: Böhmenhausen.

Ich habe versucht, den zweiten Teil des Satzes des – nein, nicht des Pythagoras, des wenig begabten Buben irgendwie gewinnbringend für mich umzusetzen. „Sich zu helfen wissen.“ Als Begriffsstutziger entwickelt man so seine Strategien, um doch noch mit erhobenen Haupt aus einer ausweglosen Lage hervorzugehen.

Die binomischen Formeln im Geiste gesungen

Zum Beispiel bei den binomischen Formeln, im Leistungstest vorzutragen vor der Klasse. Ich habe mir eine Melodie für das Zeichenkauderwelsch ausgedacht. So konnte ich sie im Geiste singen und an der Tafel vorsprechen.

Als ich neulich hörte, dass es ein Typ geschafft hat, zweimal Müll illegal an einem Parkplatz abzuladen und beide Male in dem ganzen Mist seine Adresse zu hinterlassen – da habe ich gedacht: Man kann ja dumm sein, aber das ist - binomisch.

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