Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Das Leben erleben

Alfeld - In Alfeld gibt es zahlreiche Häuser, die bereits vor einigen Jahrhunderten erbaut wurden – und erahnen lassen, dass sich hinter den Wänden so einige erzählenswerte Geschichten verstecken.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: az

Alfeld - Immer wenn ich an Fachwerkhäusern vorbeikomme, deren Baujahr mehrere Jahrhunderte zurückliegt, frage ich mich ganz automatisch, wie das Leben früher wohl aussah. Klar, aus Filmen und Erzählungen kann ich mir vorstellen, was die Menschen für Kleidung trugen, wie ihre Wohnungen aussahen, wie sie lebten und was sie arbeiteten. Aber da steckt ja auch immer etwas Fiktion und Inszenierung mit drin. Wenn ich könnte, würde ich also gerne mal eine Zeitreise machen, um das damalige Leben selbst zu erleben. Nur einen Tag lang. Nein, lieber drei Tage lang, denn ich hätte drei Ziele: einmal ins 19. Jahrhundert, mit einer der ersten Eisenbahnen fahren und diesen Aufbruch in die Moderne miterleben. Danach ins frühe 20. Jahrhundert, wo Frauenbewegungen einen großen Schritt Richtung Gleichberechtigung erreichen, das Auto zum Alltagsbegleiter wird und das Radio der neueste Hit ist. Und zu guter Letzt in die 1980er-Jahre, den Zeitgeist in mich aufsaugen und mich modisch austoben. Bis das Zeitreisen erfunden oder entdeckt wird, bleibt es bei gedanklichen Zeitreisen.

So eine unternahm ich kürzlich in Alfeld – genauer gesagt in einem hiesigen Traditionsunternehmen, das es seit nunmehr 81 Jahren gibt. Die Inhaberin erzählte mir von der Geschichte ihrer Unternehmerfamilie, wie sie Alfeld als Kind erlebte, wie sie das Geschäft übernahm und warum die Geschichte des Ladens in wenigen Monaten ein Ende findet.

Noch mehr Texte von Hanna Ilea Enkhardt

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