Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Der große Größenschwindel

Alfeld - Mal passt Kleidergröße S wie angegossen und dann ist sie wieder viel zu eng. AZ-Volontärin Hanna Ilea Enkhardt hatte kürzlich ein ganz großes Größen-Wirrwarr, das sie fast an ihrem eigenen Verstand hätte zweifeln lassen.

In ihrer Kolumne "Von A bis Z" blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: az

Alfeld - Das Problem ist wohl den meisten von uns bekannt: Bei dem einen T-Shirt-Händler passt Größe S, und bei einem anderen ist ein Shirt mit gleicher Größe ungewollt bauchfrei und kneift an den Armen. Komisch, oder? In der EU regelt die DIN-Norm 33402-1, welche Maße theoretisch zu welcher Konfektionsgröße gehören. Aber jetzt kommt’s: Die Norm ist freiwillig. Logisch, dass sich dann nicht jede Kleidermarke daran hält. Mein jüngstes Shopping-Erlebnis erklärt das trotzdem nicht. Aber von vorn: Ich probierte ein T-Shirt an. Das saß nicht gut, schlug Falten. Also probierte ich das gleiche Shirt eine Nummer kleiner an. Wer sagt’s denn: Passt wie angegossen. Vor dem Bezahlen kontrollierte ich noch einmal beide Größenetiketten, damit ich nicht doch das falsche Shirt kaufe. Ich traute meinen Augen nicht. Ich musste aus Versehen beide Shirts exakt in derselben Größe gegriffen haben. Aber wie kann das sein? Eines saß wie ein Kartoffelsack und das andere wie angegossen. Trotz gleicher Größe und Marke. Hätte mir meine Schwester nicht versichert, dass ein Teil besser saß als das andere, hätte ich wohl stark an meiner Wahrnehmung gezweifelt.

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