Vom Leben in Köln

A bis Z: Die Papageien von Kölle

Alfeld/Köln - AZ-Volontärin Hanna Ilea Enkhardt hospitiert zurzeit bei der Fernsehproduktionsfirma TVN in Köln. Die Stadt hielt für sie während der ersten Woche schon einige Überraschungen bereit – eine davon hat bunte Federn.

In ihrer Kolumne "Von A bis Z" blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: az

Alfeld/Köln - Was soll ich sagen? Ich habe mich direkt in Köln verliebt. So viele Läden, Menschen und Möglichkeiten. Und trotzdem ist es total ruhig in der Stadt. Auf dem Weg zu meinem ersten Arbeitstag war ich ziemlich aufgeregt. Wie werden meine Kolleginnen und Kollegen auf Zeit wohl sein? Welche Aufgaben warten auf mich? Doch dann riss mich etwas aus meinen Gedanken. Über die Dächer von Köln flogen Vögel mit langen Schwanzfedern, die krächzende Geräusche machten. Was könnte das sein? Google spuckte mir prompt Halsbandsittiche aus. Wie jetzt? Grüne Papageien sollen in Kölns Innenstadt herumfliegen? Tatsächlich, in den Parks leben zahlreiche Halsbandsittiche. Ihre Vorfahren wurden als Haustiere gehalten – wilderten und breiteten sich schließlich aus. Was es hier noch faszinierendes gibt: Croissant-Pizzen zum Beispiel.

Was ich in Köln aber ein bisschen vermisse ist der Schnee. Hier fallen zwar immer mal wieder ein paar Flocken vom Himmel, aber Winterwonderland wie im Leinebergland – Fehlanzeige. Den Dom habe ich bereits am Tag meiner Ankunft besichtigt, wenn alles nach Plan läuft, werde ich ihn heute sogar hinauffahren. Und das Selfie mit der berühmt-berüchtigten Maus? Längst erledigt. Die Nervosität vor meinem ersten Arbeitstag war übrigens wider Erwarten ganz umsonst. Die Kolleginnen und Kollegen sind supernett. Ich recherchiere, habe Videokonferenzen und schaue beim Videoschnitt rein. Viele Parallelen und doch ist Fernsehen wieder ganz anders als Zeitung.

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