Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Eine mickrige Zucchini und Gurken ohne Ende

Alfeld - Es könnte alles so einfach sein: Ab zum Supermarkt, Gemüse kaufen und fertig. Stattdessen betüdelt der engagierte Hobbygärtner über Monate seine Pflanzen, schleppt Hektoliter an Wasser und ärgert sich über die mickrige Ernte. Und doch würde AZ-Redaktionsleiterin Ulrike Kohrs nicht darauf verzichten wollen,

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland.

Alfeld -  „Warum gehst du nicht einfach zum Wochenmarkt und kaufst deine Tomaten oder Zucchini“, fragt mich eine Freundin, als ich ihr mein Leid klage: dass ich Abend für Abend zig Kannen Wasser schleppe, um Hochbeete, Pflanzkübel und Gewächshaus zu gießen, mich ärgere, wenn die Regenwassertonnen leer sind, Raupen meinen Kohlrabi zerfressen und die Zucchini am Stängel faulen. Und es ist ja nicht so, dass ich nicht ohnehin Obst und Gemüse kaufen müsste, weil der eigene Anbau unseren Bedarf nicht mal ansatzweise deckt. Also warum zum Donnerwetter tue ich mir das an? Weil das abendliche Wasserschleppen einer Meditation nahe kommt, es ein wohltuender Anblick ist, wenn die Pflanzen wachsen und gedeihen, und weil das selbst geerntete Gemüse einfach besser schmeckt. Gut, die eine mickrige Zucchini war ein bisschen knapp für zwei Personen. Aber dafür essen wir jetzt jeden Abend Salatgurken, denn die wachsen quasi wie Unkraut. Also falls Sie Rezepte für die Zubereitung von Gurken haben …

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