Alfeld - „Warum gehst du nicht einfach zum Wochenmarkt und kaufst deine Tomaten oder Zucchini“, fragt mich eine Freundin, als ich ihr mein Leid klage: dass ich Abend für Abend zig Kannen Wasser schleppe, um Hochbeete, Pflanzkübel und Gewächshaus zu gießen, mich ärgere, wenn die Regenwassertonnen leer sind, Raupen meinen Kohlrabi zerfressen und die Zucchini am Stängel faulen. Und es ist ja nicht so, dass ich nicht ohnehin Obst und Gemüse kaufen müsste, weil der eigene Anbau unseren Bedarf nicht mal ansatzweise deckt. Also warum zum Donnerwetter tue ich mir das an? Weil das abendliche Wasserschleppen einer Meditation nahe kommt, es ein wohltuender Anblick ist, wenn die Pflanzen wachsen und gedeihen, und weil das selbst geerntete Gemüse einfach besser schmeckt. Gut, die eine mickrige Zucchini war ein bisschen knapp für zwei Personen. Aber dafür essen wir jetzt jeden Abend Salatgurken, denn die wachsen quasi wie Unkraut. Also falls Sie Rezepte für die Zubereitung von Gurken haben …
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