Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Einfach mal machen

Alfeld - Die Stadt will die Wallanlagen wieder attraktiver machen – und die Bürger haben dafür jede Menge Ideen. Allerdings stehen auch die Kritiker und Bedenkenträger sofort zur Stelle, bedauert AZ-Redaktionsleiterin Ulrike Kohrs.

In ihrer Kolumne "Von A bis Z" blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland.

Alfeld - Die Stadt will frischen Wind durch die Wallanlagen pusten. Ich finde das großartig. Schon allein, weil die Grünanlage mitten in der Stadt es auch wirklich bitter nötig hat. Und noch besser finde ich, dass die Bürger und Bürgerinnen dabei ein Wörtchen mitreden können. Die wollen das offenbar auch und haben sich schon mit vielen Ideen, Wünschen und Anregungen beteiligt. Dass mehr Leben in den Park kommen soll, da sind sich alle einig. Aber bitte keine Fußball spielenden Kinder, keine Radfahrer, keine Jugendlichen, die in den Sitzecken chillen. Kaum sind Veränderungen geplant, stehen auch die Kritiker und Bedenkenträger sofort zur Stelle. Natürlich. Lasst die Stadt doch erst einmal loslegen, alle Ideen sammeln, auswerten, schauen, was dort überhaupt rechtlich möglich ist – und dann Kompromisse finden. Spielende Kinder, Familien mit Picknickdecken auf den Wiesen, Jugendliche, die sich abends zum Quatschen in Sitzecken treffen – das wäre Leben im Park. Klar, Rücksicht aufeinander zu nehmen, wäre natürlich Bedingung. Aber das sollte doch wohl zu schaffen sein.

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