Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Frage des Charakters

Alfeld - Eigentlich hat AZ-Redakteur Ulrich Meinhard nichts gegen Hunde, im Gegenteil. Sie sind wahrscheinlich die besten Freunde des Menschen. Einige sind allerdings so gar nicht freundlich.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Neulich war ich mit dem Rad unterwegs und fuhr an einer Frau vorbei, die ihren Hund vorsichtshalber ganz eng zu sich holte. Der kläffte mich böse an und ich sah in seinen Augen, dass er einen fiesen Charakter haben muss.

Ich bin sicher, darin unterscheiden sich die Hunde nicht von den Menschen: Es gibt die Guten und die Bösen. Ich kenne Menschen (und Hunde), deren Gesellschaft ich gerne hätte. Und dann gibt es jene Zwei- und Vierbeiner, denen man nicht bei Mondschein begegnen möchte.

Beim Laufen vorher die Wege ausgucken nach Gassigehern

Wenn ich laufen gehe, gucke ich mir vorsichtshalber die Wege aus, auf denen möglichst kein Gassigeher mit Bello unterwegs ist. Man weiß ja nie. Manchmal sehe ich sie in der Ferne und laufe dann noch eine Schleife, in der Hoffnung, dass sich Mensch und Hund getrollt haben.

Aber nein, oft haben sie sich keine 50 Meter von der Stelle bewegt. Weil Schnuffi vor lauter Schnüffelei gar nicht vorwärts kommt. Da bleibt mir dann nichts übrig, als mit größtmöglichen Abstand vorbeizulaufen und zu hoffen, dass zumindest der auf den vier Pfoten freundlich gesinnt ist. Angekläfft zu werden finde ich hundsgemein. Mache ich ja auch nicht.

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