Alfeld - Ohne mein Navi im Auto wäre ich wohl häufig aufgeschmissen. Ganz ehrlich. Um meinen Orientierungssinn ist es wirklich nicht gut bestellt. In meinen ersten Wochen hier in Alfeld hat mir sicherheitshalber auf quasi allen Wegen die freundliche Navi-Stimme die Richtung gewiesen. Befasse ich mich für einen Artikel mit den Örtlichkeiten im Leinebergland, habe ich auch heute noch oft Google Maps offen, um zu sehen, wo ich mich thematisch gerade befinde. So finde ich mich jeden Tag ein ganz kleines bisschen besser zurecht. Denn ich will vermeiden, dass mir passiert, was einst in Hannover geschehen ist: Vor etlichen Jahren war ich zusammen mit einer lieben Kollegin auf dem Weg nach Hannover zur Feier eines Kollegen. Damals hatte sie noch kein Navi. Was soll ich Ihnen sagen, wir haben uns hoffnungslos verfahren. Ein Mann am Straßenrand wies uns den Weg, wir versuchten, den nach den Anweisungen zu finden, und landeten (zu unserer Verteidigung sei gesagt, es war schon dunkel) mitten in einer Parkanlage. Im Lichtkegel hüpften fröhlich ein paar Kaninchen. An einer Fußgängerbrücke stoppten wir letztlich und kehrten um. Die Feier des Kollegen haben wir übrigens noch erreicht, wenn auch sehr spät. Aber das hab ich ja glücklicherweise hinter mir.
Mehr Text von Ulrike Kohrs
