Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Kleider für Männer und weiße Häuser

Alfeld - Brütende Hitze und Herbstwetter wechseln sich diesen Sommer ab. Mit Blick auf die nächsten heißen Tage hat sich AZ-Volontärin Hanna Ilea Enkhardt gefragt, wie sich Menschen in anderen Ländern mit 40 Grad im Schatten arrangieren.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: az

Alfeld - Dass sich das Thermometer in Deutschland tagelang zwischen 30 und 40 Grad einpendelt und dann plötzlich wieder auf Herbstwetter umstellt, ist ohne Frage eine Folge des Klimawandels. Mildere Sommer in den nächsten Jahren? Wohl nicht erwartbar. Wir müssen nicht nur etwas gegen den Klimawandel tun, sondern uns auch auf die Hitze einstellen. Unsere entfernten Nachbarn in Südeuropa zeigen, wie Städte trotz Sommerhitze nicht gleich zur Brutmaschine werden. Machen wir es doch wie die Griechen und nehmen Farbe und Pinsel in die Hand – und streichen unsere Häuser weiß. Dadurch wird das Sonnenlicht reflektiert und die Wohnungen heizen sich nicht so stark auf. Weiße Häuser sind doch eh viel schöner als graue Betonklötze. Mit einer Siesta könnte ich mich aber auch gut anfreunden. Die Arbeit während der heißen Mittagszeit ruhen lassen und die produktiven Phasen lieber auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen. Schon klar, genau wie bei einer Tageszeitung können auch andere Berufstätige den Mittag nicht einfach freimachen. Aber vielleicht sollte ich die Idee doch bei meinen Chefs anbringen. Oder wir nehmen uns die Einwohnerinnen und Einwohner Ägyptens zum Vorbild. Dort sind luftige Gewänder aus Leinen und lange Kleider aus Baumwolle das Hitzeoutfit schlechthin. Bei Frauen – und bei Männern. Die Kleider schützen vor UV-Strahlen und sind gut durchlüftet. Abgesehen davon sollten wir meiner Meinung nach sowieso endlich alle akzeptieren, dass nicht nur Frauen Kleider tragen können, sondern auch Männer, wenn sie das möchten.

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