Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Mein Traumjob

Alfeld - Rote Bänder druchschneiden und ein Schwimmbad mit dem eigenen Namen: So stellen sich viele Kinder das Leben als Bürgermeister vor. Auch Volontär Ole Klein hat davon geträumt – und das Ganze jetzt noch einmal überdacht.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: az

Alfeld - Als Kind habe ich davon geträumt, Bürgermeister zu werden. Nicht wegen der Verantwortung, sondern wegen der Amtskette. Und weil ich dachte, man schneidet den ganzen Tag rote Bänder durch und darf am Ende ein Schwimmbad nach sich benennen. Ganz so sicher bin ich mir mit dem Traum aber nicht mehr: Ein Handy, das jede Nacht auf dem Tisch liegt und klingelt– sogar im Urlaub? Entscheidungen, die oft auch jemandem wehtun? Und dann heißt das Bad für 12,6 Millionen Euro nicht mal Klein-Bad, sondern 7-Berge-Bad? Mein Kindheits-Ich wäre enttäuscht.

Lieber gleich in Rente

Einen Teil des Jobs finde ich allerdings verlockend: den ersten Tag danach. Länger schlafen, in Ruhe Kaffee trinken und mit dem E-Bike durch die Landschaft radeln. Vielleicht bewerbe ich mich direkt als Altbürgermeister. Den Titel trägt bald auch Bernd Beushausen. Nach 25 Jahren macht Bernd Beushausen Ende kommender Woche zum letzten Mal seine Bürotür im Rathaus zu. Warum er sein Amt nie bereut hat und wie er sich seinen ersten freien Tag vorstellt, hat meine Kollegin Ulrike Kohrs ihn gefragt.

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