Alfeld - Eine blau geblümte Socke rechts, eine rot gepunktete Socke links – gestern bummelte in der Alfelder Fußgängerzone eine junge Frau vor mir, deren bunte Söckchen schon von Weitem auffielen. Kürzlich saß in einem Restaurant an meinem Nebentisch ein Mann, der zu Anzughose und passenden Schuhen ebenfalls ungleiche Socken an den Füßen hatte – eine mit Comicmotiv, eine mit Autos drauf. Man muss das mögen. Vermutlich würden die mutigen Sockenträger auf die bunte Fußbekleidung angesprochen, von einer ganz persönlichen modischen Note sprechen. Vermutlich ist das auch durchaus so bei dem einen oder der anderen. Ich glaube allerdings, dass etliche schlicht aus der Not eine Tugend machen. Beim Wäschewaschen kommen mir ständig einzelne Strumpfexemplare abhanden. Die sammele ich und versuche, sie dann regelmäßig wieder zu Paaren zusammenzufügen. Ich sag mal so: Das funktioniert nur so mäßig. Und dann geht auch noch wertvolle Zeit dabei drauf. Vielleicht versuche ich es demnächst auch mal mit verschiedenen Socken. Aber ich weiß es schon jetzt: Mich würde das völlig aus dem Gleichgewicht bringen.
Mehr Text von Ulrike Kohrs
