Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Nicht immer nur meckern

Alfeld - Ach, wie gerne meckern wir doch über jede noch so kleine Kleinigkeit. Dabei würden sich so viele Aufreger vermeiden lassen, wenn wir statt zu meckern einfach besser kommunizieren würden, ist sich AZ-Redakteurin Hanna Ilea Enkhardt sicher.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: az

Alfeld - Kurz bevor ich mit dem Auto in meine Straße abbiege, steht da immer dieses eine Verkehrsschild – verblasst und überwachsen, sodass es nicht mehr zu erkennen ist. Ich kenne die Straßen in meinem Ort, weiß, wo welche Vorfahrtsregeln gelten und wo wie schnell gefahren werden darf. Ortsfremde könnten an der besagten Stelle allerdings Schwierigkeiten bekommen. Es bleibt ihnen nur übrig, zu raten, welches Schild sich hinter dem grünen Vorhang aus Sträuchern verbirgt. Statt jedes Mal, wenn ich daran vorbeifahre, zu meckern, könnte ich natürlich auch selbst die Heckenschere in die Hand nehmen – nur das Schild neu bemalen geht nicht. Gut, dass die meisten Städte und Gemeinden mittlerweile online eine Sammelstelle für Probleme wie das verblasste Schild haben. Kurz ein, zwei Wörter eintippen und die Verwaltung prüft, ob und was getan werden kann. Dass die Hinweise und Belange der Bürger tatsächlich gelesen werden, zeigt sich an meinem Beispiel. Einer meiner Nachbarn kam mir wohl zuvor und hat das überwucherte Schild in den Mängelmelder meiner Gemeinde eingegeben – zumindest steht dort mittlerweile wieder ein top erkennbares Verkehrszeichen. So ein Meldeangebot gibt es übrigens auch für Alfeld – den Bürgerbriefkasten. Wie der funktioniert und was für Anliegen die Alfelder darin teilen, hat sich meine Kollegin Stephanie Marschall mal genauer angeschaut.

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