Alfeld - Eine meiner schlechten Angewohnheiten ist, dass ich ständig Menschen beim Reden unterbreche. Nur leider fällt mir das meist erst dann auf, wenn es schon zu spät ist. Mir schießt ein Gedanke zu dem Thema in den Kopf, und noch bevor ich es realisiere, falle ich meinem Gegenüber ins Wort. Ganz schön unhöflich. Dabei ist es gar nicht so gemeint! Vielmehr zeigt es, wie interessiert ich an dem Thema bin. Aber ich weiß ja selbst, wie nervig es ist, wenn man einen Satz nicht beenden kann, ohne dass jemand dazwischenquatscht. Mittlerweile schaffe ich es immer häufiger, meinen Mund zu halten und ihn erst zu öffnen, wenn der oder die andere den Satz auch wirklich beendet hat. Eigentlich lernt man diese Benimmregel schon im Kindergarten. Manche wollen sie aber auch schlichtweg nicht befolgen. Andere wiederum setzen sich dafür ein, sie wieder stärker in unsere Gedächtnisse zu rufen – zum Beispiel Alfelds Pioniere. Sie laden in ein paar Wochen zur Veranstaltung „Sprechen und Zuhören“ ein. Die Frage, über die man sich dann unterhalten soll, lautet: „Wie gehst du mit Geschenken um?“ Meine Kollegin Ulrike Kohrs hat sich vorab mit den Organisatoren getroffen, um mehr über die besondere Aktion zu erfahren. Warum die Pioniere überzeugt sind, dass das Format hilft, die Demokratie zu stärken, lesen Sie im Artikel.
Noch mehr Texte von Hanna Ilea Enkhardt
