Alfeld - Neulich begegneten mir auf einer Straße in der Innenstadt eine Frau und ihr Hund – und die beiden schienen sich noch nicht allzu lange zu kennen. Der Hund, offenkundig ein junger, wirkte noch sehr nervös und tapste etwas ungelenk neben der Frau her. Ihren Befehl („Sitz!“) ignorierte er zuerst gekonnt. Aber die Halterin ließ sich davon nicht kirre machen und blieb gelassen am Ball. Nach dem dritten, ruhigen Befehl schließlich saß der Hund brav auf dem Boden. Ich finde es schön zu sehen, wenn Menschen und Tiere so gut miteinander auskommen – und wenn der menschliche Part nicht gleich an die Decke geht, wenn der tierische mal nicht mitspielt. Leider klappt das nicht immer so gut.
Es ist erschreckend, wie harsch manche Menschen mit ihren Tieren umgehen, ob verbal oder sogar körperlich. Vor einiger Zeit etwa sah ich einen Mann mit seinem Hund (diesmal nicht in Alfeld). Der Vierbeiner schien sich spontan an etwas zu stören – woran, war aber unklar. Er bellte jedenfalls plötzlich. Und das fand sein Herrchen überhaupt nicht gut. „HEEEEEEEEY“, brüllte er aus voller Kehle, was den Hund nicht ruhiger stimmte. Im Gegenteil, jetzt bellte er sein Herrchen an, was den wiederum noch lauter schreien ließ. Kein schöner Anblick, sage ich Ihnen – da macht man es doch besser wie die Alfelderin und ihr Hund. Die beiden mögen sich offenkundig mehr.
