Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Wenn man plötzlich vor Windeln steht

Alfeld - Neue Geschäfte kennenzulernen ist etwas Schönes. Allerdings kann die Eingewöhnungszeit manchmal länger dauern als einem lieb ist, wie AZ-Redakteur Milan Bauseneik schon mehrmals in seiner Pause feststellen musste.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Sie haben sie sicherlich auch – diese Geschäfte, die man so oft ansteuert, dass man sich in ihnen besser auskennt als in der eigenen Westentasche. Der Markt um die Ecke, in dem man den Gang durch die Regale mit verbundenen Augen schafft. Der Buchhandel des Vertrauens, wo man immer weiß, in welchem Bereich die interessantesten Bücher zu finden sind. Tja, und wenn man sich dann mal woanders eindecken muss? Dann merkt man meist erst so richtig, wie erschlagend unsere Geschäfte wirken können, wenn man sie noch nicht kennt.

So zumindest klagte neulich eine Frau, deren Gespräch ich im Vorbeigehen kurz mithörte: Sie habe sich nach ihrem Umzug noch nicht an die Läden in ihrer neuen Umgebung gewöhnt und irre darum immer wieder und wieder durch die gleichen Gänge. Ich fühle mit ihr, stehe ich doch neuerdings vor einem ähnlichen Problem. In der Pause steuere ich gerne ein Alfelder Geschäft an, das es auch in meinem Wohnort Hildesheim gibt. Und den Aufbau der dortigen Filiale scheine ich einfach nicht aus meinem Kopf bekommen zu wollen. So fand ich mich bereits zweimal plötzlich vor den Windeln wieder – eigentlich wollte ich nur einen Saft.

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