Vom Leben in Alfeld

A bis Z: Achtsam durch die Stadt

Alfeld - Zu den Stärken Alfelds gehört: seine Ruhe. Warum es sich lohnt, die Stadt bewusst zu erleben, schildert AZ-Redakteur Nico Schwappacher.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Hand aufs Herz, wie oft laufen Sie wirklich achtsam durch Alfeld? Ja, ich weiß – „achtsam“, dieses Wort ist zur Marketingvokabel für Selbsthilfe-Ratgeber verkommen. Aber blättern Sie nicht gleich um! Denn in Alfeld, da bin ich überzeugt, lohnt sich Achtsamkeit noch. Einerseits nämlich ist die Stadt groß genug, um alles zu bieten, was zum Leben nötig ist – andererseits aber idyllisch genug, um auch mit einem anderen, besonders schwerwiegenden Pfund zu wuchern: Ruhe! Jeden Morgen genieße ich es, über Seminarstraße und Marktplatz zur Redaktion zu laufen. Im Morgenlicht strahlt der Ort mit seinen Fachwerkhäusern einen Frieden aus, der so wertvoll ist in Zeiten, in denen sich die Welt oft schneller zu drehen scheint, als wir hinterherkommen. Manchmal bleibe ich für eine Minute stehen und betrachte die kunstvollen Schnitzereien an Stadtmuseum oder Planetenhaus. Später, für eine kurze Mittagspause, setze ich mich gerne mit meinem Brötchen vor die Sankt-Nicolai-Kirche und beobachte, wie die Vögel über die Türme hinwegfliegen. Probieren Sie’s mal aus: Schauen Sie hin, kommen Sie runter!

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