Alfeld - Auf spielerische Art und Weise lernen, was Tierschutz bedeutet, wie in der Hundeschule trainiert wird oder woher die Eier aus dem Supermarkt kommen: Diese Ziele haben sich Paula Elze und Dennise Martin als Leiterinnen der Kinder- und Jugendgruppe des Alfelder Tierschutzvereins gesetzt. Im Juli vergangenen Jahres riefen die zwei Frauen die Gruppe ins Leben – ein Vorhaben, das schon länger geplant war. Wie gut wird das Angebot angenommen, welche Aktionen stehen für dieses Jahr auf dem Programm? Wichtig ist den Leiterinnen dabei: Im Verein soll der Nachwuchs die Nachwuchsarbeit nach eigenen Wünschen gestalten.
Den Schutz von Haus- und Wildtiere erlebbar machen
Sind sie nicht im Kultur- und Begegnungszentrum Alfeld (Kuba) zu finden, erkunden die Kinder und Jugendlichen die Tierschutzverbände in der Umgebung. „In diesem Jahr haben wir schon die Tierfundstelle in Wettensen besucht“, erzählt Paula Elze. In den kommenden Monaten stehen das Hildesheimer Tierheim und die Hundeschule in Limmer auf der Liste. Ab Juni darf dann der Nachwuchs selbst das Programm auswählen: „Wir setzen auf Mitbestimmung. Die Kinder sollen entscheiden, welche Themen sie interessieren und über was sie sprechen wollen“, erklärt die hauptberufliche Erzieherin.
Während der ersten Treffen lernten sie Grundlagen über Tierschutzarbeit, sagt Elze, die seit drei Jahren im Verein aktiv ist. Dabei behandelten die Kinder und Jugendlichen Themen rund um Katzen und Hunde, weil das die Tiere sind, mit denen der Verein vorwiegend zu tun hat. Künftig werde es aber nicht nur um den Tierschutz gehen, der sich vor allem auf Haus- und Nutztiere bezieht. Mit dem Bau von Nisthilfen soll auch der Schutz von Wildtieren nicht zu kurz kommen.
Sich nach den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen richten
Derzeit besteht die Gruppe aus einem etwa zehnköpfigen Team. Elze kann sich vorstellen, bei mehr Mitgliedern in eine Kinder- und eine Jugendgruppe zu unterteilen, um allen gerecht zu werden. „Den Kleineren wollen wir den Tierschutz vor allem spielerisch näherbringen, beispielsweise indem wir Hundespielzeug basteln.“ Die Jugendlichen hingegen sollten auch Mitverantwortung im Verein übernehmen und über umstrittene Themen wie Pelztierzucht sprechen. Elze ist erstaunt, wie viel Wissen die jungen Menschen mitbringen.
Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren können dem Verein beitreten. Der Beitrag liegt bei fünf Euro im Jahr, damit sich alle die Mitgliedschaft leisten können. Wer sich die Gruppe erst einmal anschauen möchte, kann zu einem der regulären Termine dazustoßen. Diese sind unter www.tierschutz-alfeld.de zu finden. Für die Zukunft erhofft sich Elze, dass die Gruppe wächst und viel gemeinsam erlebt. Denn sie findet: „Tiere können die Hilfe von allen gebrauchen.“
