Neben dem Pferdestall mit 80 Tieren

Fünf Meter hoher Misthaufen auf Gut Harbarnsen fängt Feuer: 90 Einsatzkräfte verhindern Großbrand

Harbarnsen - Auf dem Harbarnser Gut ist in der Nacht zu Dienstag ein Feuer ausgebrochen. Weil Gutsmitarbeiter und Einsatzkräfte der Feuerwehr schnell reagierten, breiteten sich die Flammen nicht auf den Pferdestall aus. (mit Video)

Auf dem Harbarnser Gut löschen Einsatzkräfte einen brennenden Misthaufen und verhindern, dass sich die Flammen auf den Pferdestall ausweiten. Foto: Feuerwehr Sehlem

Harbarnsen - Als ein Gutsmitarbeiter Dienstag früh gegen 3.30 Uhr in Harbarnsen die Pferde gefüttert hat, bemerkt er, dass der hohe Misthaufen neben dem Pferdestall brennt. Er alarmiert die Feuerwehr, die kurze Zeit später mit den Löscharbeiten beginnt, sodass Schlimmeres verhindert werden kann.

Misthaufen neben dem Pferdestall brennt

Insgesamt 90 Feuerwehrleute aus Harbarnsen, Sehlem, Evensen, Neuhof, Irmenseul, Graste, Lamspringe und Bad Salzdetfurth sind am Dienstagmorgen in Harbarnsen im Einsatz gewesen. Unterstützt worden sind sie von der Feuerwehrtechnischen Zentrale, Polizeibeamten aus Bad Salzdetfurth, dem Rettungsdienst sowie dem Technischen Hilfswerk (THW) aus Elze.

„Der mindestens fünf Meter hohe Misthaufen hinter dem Pferdestall hatte Feuer gefangen. Damit wir alle Glutnester löschen können, müssen wir den Haufen Stück für Stück abtragen. Das dauert eine Weile“, sagt Sehlemer Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Bernd Klußmann gegen 7.30 Uhr, als die Löscharbeiten noch in vollem Gange sind. Mit einem Bagger tragen die Einsatzkräfte des THW Elze den Haufen Stück für Stück ab, verteilen den Mist auf der angrenzenden Weide, wo er dann von den Feuerwehrleuten nach und nach gelöscht wird.

Feuer breitet sich nicht weiter aus

Die etwa 80 Pferde auf dem Hof sind nicht in Gefahr gewesen. Denn bevor die Flammen hätten auf den Stall übergreifen können, haben die Einsatzkräfte bereits zu löschen begonnen – evakuiert werden mussten die Pferde daher auch nicht. „Das ist Glück im Unglück gewesen“, sagt Gemeindebrandmeister Ralf Kasten, der selbst morgens nach der Nachtschicht vor Ort gewesen ist.

„Wir können von Glück sagen, dass unser Mitarbeiter immer so früh füttert und das Feuer direkt bemerkt hat“, sagt auch Gutsbetreiberin Linda Schönrock, die selbst seit Einsatzbeginn vor Ort ist. Die Pferde seien trotz des Blaulichts, der vielen Menschen und Geräusche ruhig geblieben. „Wir hatten vor ein paar Wochen eine große Feuerwehrübung auf dem Hof. Die Pferde kennen also Blaulicht und das viele Wasser, und die Einsatzkräfte kennen sich hier aus“, sagt Schönrock.

Löscharbeiten dauern wohl noch bis Mittag an

Derzeit sind die Ortseingänge aus Richtung Irmenseul und Sehlem aufgrund des andauernden Einsatzes noch gesperrt. Nur Anlieger dürfen hier passieren. Wann die Sperrung aufgehoben und der Einsatz beendet sind, sei unklar. Laut Gemeindebrandmeister Kasten wird es aber wohl noch bis mittags dauern, bis der Misthaufen vollständig abgetragen und alle Glutnester gelöscht sind.

Sowohl die Feuerwehr als auch die Polizei in Bad Salzdetfurth gehen davon aus, dass der Misthaufen sich selbst entzündet hat. Das kann auch bei nassen, kalten Temperaturen passieren. Mikroorganismen sorgen bei der Zersetzung für Wärme – daher dampfen die Haufen auch oft. Wenn die Wärmeentwicklung bei dem Prozess zu konzentriert wird, dann kann sich so ein Heuhaufen auch quasi von allein entzünden. Brandstiftung oder Fremdverschulden werden ausgeschlossen.

Mitarbeit: Renate Klink

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