Alfeld - Wer in den kommenden drei Wochen im Alfelder 7-Berge-Bad schwimmen möchte, der steht vor verschlossener Tür. Im Bad an der Ziegelmasch beginnen am Montag, 3. November, die alljährlichen Revisionsarbeiten. Auch die Schwimmvereine können nicht trainieren. Was sie dazu sagen und – was bei einer Revision passiert, darüber hat die Redaktion mit den Verantwortlichen gesprochen.
Hygiene, Funktionsfähigkeit, Wartung, Qualitätsprüfung und Steigerung der Langlebigkeit – das sind nur einige Punkte, warum in einem öffentlichen Bad Revisionsarbeiten vorgenommen werden. „Diese Arbeiten erfolgen jährlich in jedem Bad. Dafür muss eine ganzjährig geöffnete Einrichtung für eine gewisse Zeit geschlossen werden“, sagt Alfelds Stadtsprecher Hans-Günther Scharf und verdeutlicht: In Freibädern falle das nicht auf, weil die Arbeiten in die Zeit vor oder nach dem Sommer verlegt werden.
Was passiert bei der Revision?
Und was genau passiert bei der Revision im Alfelder Bad? „Anlagenteile wie beispielsweise der Hubboden des Lehrschwimmbeckens und die 60- Meter-Rutsche werden von Mitarbeitern einer Fachfirma gewartet“, erklärt Badleiter Sebastian Hendrischke. Dafür werde das Wasser in allen Becken abgelassen, um dort die Fliesen und Silikonfugen (Wartungsfugen) zu prüfen. Die Prüfung erfolge auch in den Duschbereichen. Etwaige Schäden würden behoben.
„Zusätzlich sind das Reinigen der Schwallwasserspeicher, Rinnenroste, Beckenumgänge, Duschbereiche sowie aller anderen Räume Bestandteil der Revisionsphase“, so Hendrischke. Malerarbeiten würden die Maßnahme abrunden. Am Montag, 24. November, öffnet das Alfelder Bad dann wieder für Besucher. „Dann stehen auch die vielfältigen Kursangebote wieder zur Verfügung“, wirbt der Chef des Bades für die Angebotspalette.
Vereine und Verbände informiert
Scharf verweist in einer Pressemitteilung darauf, dass alle Vereine und Verbände, die das 7-Berge-Bad nutzen, über die dreiwöchige Schließung informiert seien.
Das bestätigt Melanie Woyciechowski, Leiterin der Sparte Schwimmen beim Alfelder Post SV, auf Nachfrage der Redaktion. „Wir kennen diese Situation seit Jahren und stellen uns darauf ein“, sagt sie. Normalerweise trainieren die Schwimmer des Post SV an vier Tagen in der Woche in den Alfelder Becken – darunter sind auch die Leistungsschwimmer.
Training in den Ferien
„Wir trainieren während der Herbstferien durch, um die Schließzeit auszugleichen“, verdeutlicht Woyciechowski. Trainingszeiten in anderen Hallen zu bekommen, sei enorm schwierig.
Auch der SC Neptun legt in den kommenden drei Wochen eine Pause ein. „Wir haben leider keine Alternative gefunden“, bedauert Schwimmtrainer Fred Deutsch. Der Schwimmverein belege vier Mal pro Woche mit Training und Schwimmausbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Bad.
