Infrastruktur

Delligser Abgeordnete Sabine Tippelt fordert Ausbau der B 3 und Weiterführung der B 240

Delligsen/Eschershausen - Es gibt viel auszubauen auf den deutschen Straßen. Doch es hapert – vor allem am Geld.

Sabine Tippelt und der Leiter der Straßenmeisterei Eschershausen, Jan Moritz Hoffmann, haben eine Menge zu besprechen. Foto: Büro Tippelt

Delligsen/Eschershausen - Die Delligser Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt (SPD) hat während ihrer diesjährigen Sommerreise die Straßenmeisterei in Eschershausen besucht. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit dem neuen Leiter Jan Moritz Hoffmann standen die aktuelle Situation der Meisterei sowie personelle und materielle Rahmenbedingungen. Zudem ging es um strategische Infrastrukturprojekte in der Region, heißt es in einer Mitteilung der Sozialdemokratin.

Nur ein Drittel der angemeldeten Mittel sind bewilligt

Im Gespräch sei deutlich geworden, dass insbesondere im Bereich der Unterhaltungsmittel finanzielle Spielräume fehlen. Für das laufende Jahr sei lediglich ein Drittel der ursprünglich angemeldeten Mittel bewilligt worden. Kleine Baumaßnahmen seien – von akuter Gefahrenabwehr abgesehen – kaum noch umsetzbar.

Tippelt sicherte zu, sich auf Landesebene weiterhin für eine Erhöhung der Finanzmittel für die Straßenunterhaltung einzusetzen. „Es kann nicht sein, dass dringend notwendige Arbeiten aufgeschoben werden müssen, weil die Mittel nicht reichen.“ Eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung sei unabdingbar – gerade für den ländlichen Raum, in dem Straßen oft die einzige verbindende Infrastruktur darstellen.

Der Ausbau der B 3 wird die Verkehrssicherheit erhöhen

Die 63-Jährige bekräftigte erneut ihre Forderung nach einem durchgängigen Ausbau der Bundesstraße 3 mit einem 2+1-System. Diese wechselseitige Führung von einem und zwei Fahrstreifen sei notwendig, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Strecke zukunftsfähig zu machen. Auch der Weiterbau der Ortsumgehung Eschershausen im Zuge der Bundesstraße 240 müsse endlich vorangebracht werden. In beiden Punkten steht die Delligserin nach eigenem Bekunden im direkten Austausch mit dem Präsidenten der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Timo Quander.

Auch infrastrukturelle Aspekte innerhalb der Meisterei sind diskutiert worden. So ist der geplante Umbau des Gebäudes in der Vorplanung – zuständig ist der Bund. Zudem sind einige Maschinen und Fahrzeuge, wie etwa ein Lastwagen oder ein Mähgerät, technisch überaltert und nicht mehr nutzbar. Ein Bagger muss bei Bedarf stets angemietet werden, was Personal und Ressourcen binde.

Arbeit der Straßenmeistereien verdient Respekt

„Wir müssen die Bedingungen für die Mitarbeitenden in unseren Straßenmeistereien verbessern. Dazu gehören nicht nur moderne Arbeitsmittel, sondern auch faire und leistungsgerechte Vergütung“, betonte Tippelt. Es sei ihr wichtig, dass auch in diesem Bereich die Wertschätzung der öffentlichen Hand für die tägliche Arbeit deutlich spürbar ist. „Unsere Straßenmeistereien leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag zur Verkehrssicherheit in Niedersachsen. Die Arbeit, die hier – oft auch unter schwierigen Bedingungen – geleistet wird, verdient unseren Respekt und unsere volle Unterstützung.“

Zum Abschluss hob die Abgeordnete hervor: „Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie eng Infrastruktur, Personal und Finanzausstattung miteinander verknüpft sind.“

Die Straßenmeisterei Eschershausen ist mit 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktuell voll besetzt. Darunter befinden sich 17 Straßenwärter, drei davon in Ausbildung. Hinzu kommen Beschäftigte in Verwaltung, Bauleitung und Technik.

  • LeineBL
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