Alfeld - Es dauerte Jahre, bis aus dem ehemaligen Jugendzentrum Treff in der Sedanstraße das Kuba wurde. Seit der Schlüsselübergabe im November ist wieder einiges passiert: „Das Inventar des Alfeld-rockt-Cafés ist mittlerweile vollständig in die neuen Räume umgezogen“, zeigt sich Jennifer Holzgreve vom Amt für soziale Angelegenheiten zufrieden. Vor allem der Stadtjugendring half ordentlich mit.
Es ist Zeit für den letzten Feinschliff
Aber bis zur offiziellen Eröffnung am 15. Februar muss noch einiges geschehen: Möbel sind zwar da, doch eingerichtet werden muss noch. Die Sportlerehrung, die parallel zur Eröffnungsfeier im Kuba erfolgen soll, verzögert das allerdings. Denn: Dort wo Mobiliar stehen soll, braucht es für die Ehrung erst noch freie Fläche. „Zur Eröffnung wird die Multifunktionalität das Kubas gleich auf die Probe gestellt“, weiß die Alfelder Sozialdezernentin Sonja Granzow. Vor allem die kleinen Dinge lassen die Planungen manchmal durcheinander laufen: „Wir haben erst gar nicht bedacht, dass wir auch Gardinen für die großen Fenster brauchen“, gibt Holzgreve zu. Den entscheidenden Denkansatz habe ihr ihre Tochter gegeben, die den Erfolg der geplanten Jugend-Discos im Hellen anzweifelte. Mittlerweile gibt es Gardinen. Doch Holzgreve sagt auch: „Wir haben nicht den Anspruch, bei der Eröffnung schon mit allem ausgestattet zu sein.“
Die Eröffnung ist zwar noch drei Wochen hin, aber schon jetzt zeigt sich der Bedarf der Alfelderinnen und Alfelder an den Räumen. „Die Anfragen werden spürbar mehr“, freut sich die Amtsleiterin. So fragte der Theaterverein beispielsweise schon nach den Räumen und erste Verbände kündigten Vorträge und Aktionen an. „Die Menschen sind voller Erwartungen“, merkt Holzgreve erfreut. Und das Programm für den 15. Februar steht.
Das erwartet die Gäste am 15. Februar
Damit das Kuba auch von außen erkennbar ist, wird ein Logo an der Außenfassade angebracht und am Tag der Eröffnung feierlich enthüllt. Zur offizielle Eröffnung können die geladenen Gäste ab 11 Uhr kommen. Ab 11.30 Uhr werden im Erdgeschoss die Sporttreibenden geehrt. Mitgliedsvereine sind ab 14 Uhr eingeladen. Ab 15 Uhr darf sich die Allgemeinheit auf ein vielfältiges Programm freuen. Holzgreve verspricht viele Mitmach-Aktionen für Groß und Klein: Es wird einen Workshop zum Comic-Zeichnen geben und die Besucherinnen und Besucher können an einem großen Bild für das Kuba mitgewirken. Die Gäste sind in Workshops außerdem dazu eingeladen, Zeichentrickfilme zu produzieren und Hörspiele aufzunehmen.
In einer Fotobox können die Anwesenden lustige Bilder schießen. Und auch die Musik-Fans können sich in einem entsprechenden Workshop ausleben. Ein Foodtruck stillt den Hunger. Abends wird Mambo Kurt – oft zu Gast beim Wacken Open Air – mit seiner Heimatorgel auftreten. „Mambo Kurt ist eigentlich schon Kult bei uns“, sagt Holzgreve, die schon mehrere Auftritte von ihm in Alfeld miterlebte. In das Gebäude passen etwa 120 Menschen – bleibt abzuwarten, ob das ausreicht.
Einige wollten die Eröffnung vorziehen
Und wie geht es nach der Eröffnung weiter? „Die Konzerte beginnen ab dem Weltfrauentag“, kündigt die Amtsleiterin an. Am 8. März soll eine Band mit ausschließlich weiblichen Musikerinnen aufreten. Welche Band das genau sein wird, ist allerdings noch nicht klar. „Es ist gar nicht so einfach, reine Frauen-Bands zu finden“, erklärt Holzgreve, die sich die Suche leichter vorstellte. Ab Juni sollen dann die ersten Aktionen auf der Außenbühne starten. Ein Ereignis der vergangenen Wochen bleibt den Mitwirkenden besonders in Erinnerung:
„Einige Mitglieder der älteren Generation standen schon am 15. Januar vor der Tür und wunderten sich, dass keine Eröffnungsfeier auf sie wartet“, erzählt Holzgreve von dem im Rückblick lustigen Missverständnis. Damit das nicht wieder passiert, soll sich digital noch einiges tun: Das Kuba soll eine eigene Website bekommen, auf der die geplanten Aktionen einsehbar sind. Außerdem wird es einen Programmflyer geben, verrät Aaron Voß von der Jugendpflege. Terminliche Missverständnisse sollen schließlich nicht wieder vorkommen.


