Abstimmung läuft

Ein Aufsteiger, ein Lehrer oder ein Mitspieler: Jetzt über den Trainer des Jahres beim HAZ-Sportpreis abstimmen!

Hildesheim - Die HAZ vergibt wieder den Sportpreis – dabei ehrt sie die besten Sportlerinnen und Sportler sowie Vereine des Jahres 2026. Heute werden die drei Nominierten in der Rubrik „Trainerin/Trainer des Jahres“ vorgestellt. (mit Video)

Christopher Sikora, Heiko Wilcke und Mahmud Siala (von links) haben es in die engere Auswahl der Nominierten für den HAZ-Sportpreis in der Kategorie "Trainer des Jahres" geschafft. Foto: Clemens Heidrich

Hildesheim - Jetzt wird es ernst bei den Wahlen zum HAZ-Sportpreis des Jahres 2026. Von nun an haben nämlich die Leserinnen und Leser der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung das Wort. Sie können abstimmen: Wer wird Hildesheims Trainer des Jahres und Verein des Jahres? Und welcher Kicker oder welche Kickerin hat den Treffer des Jahres erzielt?

Aber der Reihe nach: Die HAZ wird am Freitag, 5. Februar 2027, wieder herausragende Sport-Persönlichkeiten und Sport-Leistungen aus Stadt und Landkreis ehren – darunter die Trainer des Jahres, den Verein des Jahres und den Treffer des Jahres. Vor einigen Wochen war die HAZ-Leserschaft dazu aufgerufen worden, Vorschläge für diese Kategorien einzureichen. Die drei besten Vorschläge wurden von einer Jury ausgewählt.

Die Leserinnen und Leser können jetzt online entscheiden, wer am Ende den Sportpreis überreicht bekommt. Wer dabei die meisten Stimmen sammelt, gewinnt. Das Voting endet am 22. November.

Ausgezeichnet werden die Gewinnerinnen und Gewinner am 5. Februar 2027 im Rahmen einer Gala mit geladenen Gästen im Hildesheimer Theater für Niedersachsen (tfn). Die rund 90-minütige Gala wird, wie schon beim Comeback im vergangenen Februar, von der aus Hildesheim stammenden TV-Journalistin Annika Begiebing und dem stellvertretenden HAZ-Sportressortleiter Maximilian Willke moderiert. Im Anschluss an die Preisverleihung folgt eine Aftershow-Party.

Während der Gala werden außerdem noch weitere Sportpreise vergeben – in den Kategorien Mannschaft des Jahres und Sportlerin/Sportler des Jahres. Zudem wird es einen Sonderpreis geben. Über diese Kategorien entscheidet eine Jury, bestehend aus der HAZ-Sportredaktion und der Chefredaktion.

Das sind die Nominierten in der Kategorie „Trainer des Jahres“, präsentiert von der kreiswohnbaugesellschaft Hildesheim

Christopher Sikora – ein Aufstiegs-Macher

Sein Großvater hat ihm einst gesagt: „Höre auf, wenn es am schönsten ist.“ Genau deswegen legt Christopher Sikora momentan ein Sabbatjahr ein. Den Höhepunkt seiner Trainerkarriere hat der 39-Jährige nämlich in der vergangenen Saison erreicht, als er einen Doppelaufstieg feiern durfte. Mit der zweiten Herrenmannschaft des SV Bavenstedt stieg er in die Kreisliga auf. Parallel katapultierte „Siggi“, wie er liebevoll genannt wird, das dritte Herrenteam als Meister in die zweite Kreisklasse.

„Meistens war ich sonntags fünf bis sechs Stunden auf dem Sportplatz“, erinnert sich Sikora, der viel Unterstützung von seinem Co-Trainer Burkhard Bartel bekam. Er formte seine Teams, machte aus vielen Individuen eine Einheit. „Es gibt zwei Trainerarten. Den besten Kumpel und den strengen Trainer – ich war ein Zwischending“, sagt Sikora. Neben seinen Nachtschichten als Sicherheitsmitarbeiter stand er zwei Abende auf dem Sportplatz, trainierte beide Teams zusammen. „Es ist schön zu sehen, wie sich die Spieler entwickeln. Für mich sind das teilweise Wow-Momente“, sagt Sikora. Ausschließen, noch einmal einen Trainerjob zu übernehmen, kann Sikora nicht.

Schon als er ein kleiner Junge war, war Sikora „fußballverrückt“, machte seine ersten Schritte als Kicker auf dem Sportplatz in Bavenstedt. Dort, wo er nun knapp 35 Jahre später mit seinen beiden Mannschaften Aufstiege feiern durfte. Er ist ein Bavenstedter Eigengewächs, das im Fußball die „schönste Nebensache der Welt“ gefunden hat.

Heiko Wilcke – ein Sportlehrer als Trainer

Seit 23 Jahren ist Heiko Wilcke Trainer in der Leichtathletikabteilung bei Eintracht Hildesheim – und formt auf der Tartanbahn auch deutsche Meister. Damals war der heute 48-jährige Wilcke 24 Jahre alt, startete zeitgleich in das Berufsleben als Lehrer. Für ihn war schon lange vorher klar, dass er sich ehrenamtlich engagieren, mit Jugendlichen und Kindern zusammenarbeiten möchte. Es steckt wohl in seinen Genen, Sportlehrer zu sein.

„Ich komme aus einer sportlichen Familie, meine Eltern waren Leistungsschwimmer“, sagt der Familienvater. Sein Leben war schon immer von Sport geprägt. Er hatte Spaß an der Trainingsmethodik und Trainingslehre, war „neugierig, ob man mit seinen Vorstellungen beim Training mit Athleten erfolgreich sein kann“, erzählt er. Was ihn antreibt, auch nach zwei Jahrzehnten noch dreimal die Woche auf der Anlage zu stehen und den Leichtathletik-Nachwuchs zu trainieren? „Es ist toll zu sehen, wenn junge Menschen ihre ersten Erfolge haben. Leichtathletik ist ja noch richtiger, ehrlicher Sport.“ Er ist bei den „sehr wichtigen“ Einheiten dabei, ansonsten trainieren seine Schützlinge nach seinem individuell auf jeden einzelnen Sportler und jede einzelne Sportlerin zugeschnittenen Trainingsplan. Ein Programm, das den Nachwuchs fordert und fördert, um dann bei den Landesmeisterschaften, Deutschen Meisterschaften oder Europameisterschaften erfolgreich antreten zu können. So wie Paul Euskirchen, der nun mehrfach schon den Titel Deutscher Meister in die Domstadt holte.

Mahmud Siala – „Einer vom Team“

„Meine Spieler lieben es, dass ich einer von ihnen bin, weil ich teilweise noch mit ihnen auf dem Spielfeld stehe“, sagt der 34-jährige Mahmud Siala. Er ist Spielertrainer, durfte in der vergangenen Saison sowohl als Trainer als auch als Spieler mit der ersten Herrenmannschaft des SC Drispenstedt mehrere Erfolge feiern. Zum einen holte Sialas Team den Pokal wieder auf die Anlage an der Borsigstraße. Zum anderen wurden die Drispenstedter Vizemeister und belohnten sich nach einer erfolgreichen Saison mit dem Aufstieg in die Bezirksliga. „Das war historisch für den Verein. Seit Anfang der 90er-Jahre haben wir Aufstieg und Pokal nicht zusammen geholt“, sagt der Zweifach-Papa. Er war sechs Jahre Jugendtrainer, ehe er das Amt im Seniorenbereich übernahm. „Das Besondere am Trainersein ist, dass ich die Erfahrungen, die ich über 20 Jahre lang gesammelt habe, jetzt weitergeben kann.“ Er setzt auf jüngere Spieler, will sie an den Herrenfußball ranführen. Ein Grund, warum er nun eine „sehr junge Gruppe“ trainiert. Eine Gruppe, von der er schwärmt: „Die Jungs sind menschlich überragend, sehr familiär und bereit, jeden aufzunehmen. Wir haben die verschiedensten Kulturen in der Mannschaft, der Respekt untereinander ist sehr groß.“

Und den Respekt will Siala auch an die anderen Teams im Verein weitergeben. Neben seinen zwei Trainingseinheiten und dem Spiel am Wochenende fährt er auch zu den Partien anderer Teams des SC. „Das ist eine Anerkennung, die kommen auch zu unseren Spielen“, erzählt er.

Hier gelangen Sie direkt zur Abstimmung für den HAZ-Sportpreis 2026.

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