Freden - Wer sind die Männer, die sich am Donnerstag in Freden als Mitarbeiter verschiedener Energieunternehmen ausgegeben haben? Die Polizei sucht nach Zeuginnen und Zeugen und bittet um Hinweise.
Nach derzeitigen Ermittlungen kam es am Donnerstagnachmittag und am frühen Abend zu mindestens vier Besuchen der mutmaßlichen Betrüger bei älteren Menschen im Ortsteil Freden. Ob es immer derselbe Mann war oder mehrere, ist derzeit noch nicht klar, sagt ein Sprecher der Polizei Alfeld.
Angebliche EON- oder ÜWL-Mitarbeiter
Fest steht: Der oder die Täter klingelten an den jeweiligen Wohnhäusern und gaben sich dann entweder als EON- oder als ÜWL-Angestellte aus, die angeblich etwas in der Wohnung oder dem Haus überprüfen müssten. In mindestens zwei der vier Fälle ist es einem Täter auch gelungen, hineingelassen zu werden. Die Masche ist bekannt: Die Kriminellen versuchen, ihre Opfer unter einem Vorwand aus dem Zimmer zu locken – zum Beispiel sagen sie ihnen, dass sie schon einmal Rechnungen oder andere Unterlagen suchen sollen, berichtet der Polizeisprecher. Die Hoffnung der Kriminellen sei, dass sie sich dann unbeobachtet auf die Suche nach Wertgegenständen machen können. Allerdings scheint dies am Donnerstag nicht gelungen zu sein: Bislang sind der Polizei keine Fälle bekannt, in denen der oder die ungewollten Besucher etwas entwendet haben.
Warum der oder die Täter am Donnerstag unterschiedliche Unternehmen angaben, ist unklar – dem Polizeisprecher zufolge aber nicht unüblich. Möglicherweise soll so verhindert werden, dass Menschen gewarnt werden, wenn andere ihnen von den unbekannten Besuchern erzählen und dann stutzig werden, wenn solche angeblichen Mitarbeiter auch vor ihrer Haustür stehen.
Polizei bittet um Hinweise
Die Alfelder Polizei bittet nun um Hinweise zu den Vorfällen. Die Beamtinnen und Beamten seien sich „ziemlich sicher“, dass die Vorfälle miteinander zusammenhängen, sagt der Polizeisprecher. Bislang gibt es jedoch nur eine „dürftige“ Beschreibung der Täter, so der Beamte – aus „ermittlungstaktischen Gründen“ wird aber nicht einmal diese veröffentlicht. Wer den oder die Täter gesehen hat oder sogar selbst von ihnen Besuch bekommen hat, der möge sich unter der Nummer 0 51 81/ 8 07 30 auf dem Kommissariat melden.
