Alfeld - Jetzt wird es ernst. Was bislang nur Idee und in Vorbereitung war, findet demnächst eine reale Umsetzung. Die Rede ist vom Projekt „Jugend Macht Alfeld“. Dahinter stecken etliche Schülerinnen und Schüler fast aller weiterbildenden Schulen der Stadt, aber auch die Stadtjugendpflege, der Stadtjugendring, der Verein Forum Alfeld aktiv und der Lions Club als Initiator (diese Zeitung berichtete). An zwei Tagen im Juni, nämlich am 27. und 28. Juni, wollen Schüler eigene Ideen in der Innenstadt, vornehmlich entlang der Leinstraße, präsentieren. Dazu können sie leerstehende Geschäfte nutzen. Und zum Abschluss der beiden Tage soll es ein großes Konzert im neuen Kultur- und Begegnungszentrum Alfeld (Kuba) geben. Genau dafür hat der Kartenvorverkauf jetzt begonnen.
Was gibt es denn auf die Ohren? Und was kostet der Eintritt? Und wo gibt es Tickets? Es werden zwei hiesige Bands auftreten. Dazu gehört die Big Band und der Chor des Gymnasiums sowie die Band „trspssng“. Die wird wirklich so geschrieben und besteht aus Schülern. Aus Berlin anreisen will Julia Meladin. Auf der Homepage der 22-jährigen Sängerin heißt es: Sie „verschmilzt in ihrer Musik kraftvolle Botschaften mit eingängigen Melodien. Ihr einzigartiger Stil vereint Elemente aus Poppunk, Poprock und gefühlvollen Balladen und spiegelt ihre persönliche Reise und die universellen Herausforderungen des Lebens wider.“
Vorrangig ein Angebot für Jugendliche
Wie viel Aufwand mit den Projekttagen inklusive Abschlusskonzert verbunden ist, haben alle aus dem Organisations-Team in den vergangenen Wochen erfahren. So mussten Werbung, Bühnentechnik und Catering für die Musiker organisiert und eine Firma gefunden werden, die auf dem Außengelände des Kuba die Bühne überdacht. Das heißt, die Musik wird open air erklingen? Eine Frage, die Jennifer Holzgreve vom Stadtjugendring bejaht. „Trotzdem, wenn es regnet, sollte man sich festivaltauglich anziehen“, gibt sie einen Rat. Eintrittskarten für das Abschlusskonzert am 28. Juni konnten jüngst beim Alfelder Frühlingsmarkt erstanden werden. Es gibt sie auch in den beteiligten Schulen, neben dem Gymnasium sind das die Carl-Benscheidt-Realschule, die Schulrat-Habermalz-Schule und die Berufsbildende Schule – und zwar am 6. und 8. Mai in der ersten großen Pause. Jugendliche zahlen für ein Ticket fünf Euro, Erwachsene 15 Euro.
„Natürlich ist das Konzert vorrangig ein Angebot für Jugendliche“, unterstreicht Michael Weist vom Lions Club Alfeld. Sollten nach dem 8. Mai noch Karten übrig sein, sollen sie online angeboten werden – dann aber wohl für etwas mehr Geld je Ticket. Wer mit fünf Euro dabei sein will, sollte also den Vorverkauf nutzen. Einlass in das Kuba ist am 28. Juni ab 17 Uhr, die Musik soll um 18 Uhr loslegen. Und wenn Julia Meladin nach der wer weiß wievielten Zugabe die Bühne verlässt, soll noch eine Aftershowparty mit DJ folgen. Bis 23 Uhr darf jedenfalls Musik gemacht werden. Und bis zu 900 Gäste könnte das Außengelände des Kuba fassen.
Großes Graffiti-Projekt an der Volksbank
Das Konzert ist, wie erwähnt, der Abschluss der Projekttage. Zu den Ideen, die insgesamt umgesetzt werden sollen, gehört ein großes Graffiti-Projekt an der Volksbank. Die Arbeit daran wird die Woche über laufen, wie Weist sagt. Das fertige Kunstwerk soll dann am Gebäude montiert werden. Man kann es sich als in die Höhe ragendes Bild vorstellen. Außerdem will die Betreiberin des Alfelder Kinos, Sonja Lehmann, am Freitag und Samstag zwei Kinosäle für die Jugendlichen bereitstellen. Welche Filme laufen, können die Schüler entscheiden.
Weist macht auch noch auf weitere Vorhaben in der Projektwoche aufmerksam wie eine Fotoausstellung, eine Kreativecke und eine Stadtrallye. Auf dem Markt soll eine Bühne aufgestellt werden für Tanz, Gesang, Wortkunst. „Überall da, wo Geld eingenommen wird, wird es nach Deckung der Kosten für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt“, versichert Weist im Namen des gesamten Orga-Teams. Und Jennifer Holzgreve merkt noch an: „Wer Bock hat auf eine Mitarbeit, kann sich gerne an uns wenden.“
Auch nach dem Konzert soll es weitergehen. Das ist der Plan. Vielleicht können Jugendliche die Leerstände für kreative Ideen nutzen. Das hängt dann freilich auch von ihnen selbst ab.
