Sehlem - Die Feuerwehr hat einen Brand in einem Wohnhaus in Sehlem gelöscht. Durch das Feuer entstand ein hoher Sachschaden, der Bewohner des Hauses kann vorerst nicht zurück ins Haus.
Gegen 20 Uhr meldete sich eine Person aus der Nachbarschaft bei der Bad Salzdetfurther Polizei und berichtete von einer Rauchentwicklung in der Straße Thieberg. Als die Polizisten vor Ort eintrafen, sahen sie, dass die Innenräume des betroffenen Wohnhauses voller Rauch waren. „Es drang aber nichts nach draußen und damit war auch keine Rauchsäule zu sehen, weil alle Türen und Fenster geschlossen waren“, sagt ein Sprecher der Polizei.
Bewohner kann nicht zurück
Die Einsatzkräfte alarmierten auch die Feuerwehr sowie den Rettungsdienst – zu diesem Zeitpunkt war unklar, ob sich noch Personen in dem Wohnhaus befinden. „Deshalb ist unser erster Trupp unter Atemschutz und mit einer Wärmebildkamera ins Haus vorgerückt und hat sämtliche Räume abgesucht. Es war aber niemand im Gebäude“, berichtet Sehlems Ortsbrandmeister Bernd Klußmann, der auch Einsatzleiter war.
Kurz darauf habe sich ein zweiter Trupp aufgemacht, um den Brand zu löschen. „Die Räume waren stark verraucht, aber wir haben dann trotzdem schnell die Ursache gefunden: Es war ein glimmender alter Kühlschrank“, schildert Klußmann. Die Einsatzkräfte beförderten den Kühlschrank durch ein Fenster nach draußen und mussten noch einige Bereiche des Bodens, der Wand und der Decke rund um den bisherigen Standort des Kühlschranks ablöschen. Anschließend begann die Feuerwehr damit, die Räume zu belüften, um den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen.
Scheune brannte vor sieben Jahren
Mehr als 75 Feuerwehrleute waren bei dem Brand im Einsatz. Neben den Wehren aus Sehlem, Lamspringe, Harbarnsen, Evensen, Neuhof und Irmenseul war auch die Feuerwehr Bad Salzdetfurth alarmiert worden, die mit ihrer Drehleiter ausrückte, aber nicht zum Einsatz kommen musste. Außerdem waren auch Einsatzkräfte der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Groß Düngen mit vor Ort.
Die sichtbaren Schäden an der Scheune, die an das Wohnhaus angrenzt, stammen nicht vom Feuer am Sonntagabend. Die Scheune war im März 2018 ausgebrannt. Die Auswirkungen des aktuellen Feuers sind von außen nicht sichtbar, für den Bewohner aber trotzdem eklatant. Er kann nun erst einmal nicht in sein Zuhause zurück: „Die Rauchentwicklung im Inneren des Hauses war so immens, dass es aktuell nicht bewohnbar ist“, schildert der Bad Salzdetfurther Polizeisprecher.
Sachschaden im fünfstelligen Bereich
Den Sachschaden schätzen die Ermittler vorläufig auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. Auch die Polizei bestätigt, dass es ersten Erkenntnissen zufolge zu einem Schwelbrand im Inneren des Hauses kam, vermutlich durch einen Defekt an einem technischen Gerät. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache dauern aber noch an. Während des Einsatzes musste die Straße „Thieberg“ für rund zwei Stunden voll gesperrt werden. Es kam zu geringen Verkehrsbeeinträchtigungen.
