Alfeld - In der Heimbergstraße im Alfelder Ortsteil Eimsen ist in der Nacht zu Dienstag ein Einfamilienhaus vollständig ausgebrannt. Der Alarm ging um 3.20 Uhr ein, als ein Nachbar die Feuerwehr rief – dann rückten insgesamt 71 Einsatzkräfte aus Eimsen, Sack, Langenholzen und Hörsum sowie der Feuerwehr Alfeld nach Eimsen aus. Dadurch, dass die Einsatzkräfte schnell eingegriffen haben, verhinderten sie, dass die Flammen auf angrenzende Reihenhäuser übergriffen. Dazu riegelten sie das betroffene Haus gezielt ab.
Das Feuer zerstörte das Gebäude dennoch vollständig. Die Feuerwehr erklärte das Haus für unbewohnbar. Nach Abschluss der Löscharbeiten wird sie es an die Polizei übergeben. Am frühen Morgen waren die Feuerwehrkräfte noch in Eimsen im Einsatz. Der erste und der zweite Zug führten Nachlöscharbeiten durch, um verbliebene Glutnester abzulöschen und zu verhindern, dass der Brand erneut aufflammt. Der Stadtbrandmeister kündigte gegen 6 Uhr an, den Einsatz nun schrittweise zu beenden.
„Die Feuerwehr hat einen großartigen Job gemacht“, lobt Eimsens Ortsbürgermeister Torsten Kaczmarek. Es wäre fatal gewesen, wenn die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude nicht hätten verhindern können. Die Gebäude würden an der Stelle eng an eng stehen. Dann wäre es vermutlich kaum mehr zu verhindern gewesen, dass auch die Häuser nebenan zumindest schwer beschädigt worden wären.
Nach ersten Informationen war zum Zeitpunkt des Feuers der einzige Bewohner in dem Haus. Der ältere Mann wohnt offenbar schon lange allein und sehr zurückgezogen in dem Gebäude. Er wurde zunächst vor Ort vom Notarzt versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Nachbarn geben an, der Mann habe ohne Heizung in dem Haus gelebt und lediglich mit einem Ofen geheizt. Ob dieser Umstand zum Brand geführt hat, ist jedoch unklar.
Aufgrund der bestehenden Gefahrenlage – durch den Brandschaden können sich Teile des Gebäudes lösen – ist die Heimbergstraße bis auf Weiteres gesperrt. Bereits ab der Kreuzung Heimbergstraße/Am Völkern verweist ein Schild darauf, dass die Zufahrt bis zum Brandhaus nur für Anlieger gestattet ist. Hinter dem Haus befindet sich lediglich ein weiteres Gebäude, mit dessen Bewohner eine Ausfahrt über die Feldmark verabredet wurde, wie Bürgermeister Bernd Beushausen auf Nachfrage dieser Zeitung erklärt. Auch der Forstbetrieb, der normalerweise den Weg in Richtung Himmelberg und Adamishütte nutzt, sei bereits informiert worden und würde vorübergehend über Sack umgeleitet. Wie lange die Sperrung andauert, könne man derzeit nicht sagen, so Beushausen. „Wir warten auf die Ergebnisse des Statikers.“ Da schon der nächste Sturm ein Risiko für das Nachbargebäude darstelle, müsse dringend gehandelt werden.
Warum das Feuer im Haus ausbrach, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch zur Schadenhöhe kann die Polizei noch keine Angaben machen.
Mit Ulrike Kohrs und Kilian Schwartz


