Röllinghausen - Bei der Metallgießerei Funke im Alfelder Ortsteil Röllinghausen hat nun das reguläre Insolvenzverfahren begonnen. Das hat das Amtsgericht Hildesheim jetzt bekanntgegeben. Das Unternehmen hatte Ende Oktober vergangenen Jahres einen Insolvenzantrag gestellt. Der bisherige vorläufige Insolvenzverwalter Ingo Thurm von der Kanzlei Pluta aus Hannover ist nun auch der reguläre Insolvenzverwalter.
Neue Aufträge
Mit Beginn das regulären Verfahrens muss die Metallgießerei Funke die Löhne und Gehälter ihrer Beschäftigten wieder selbst erwirtschaften, nachdem die Bezüge der Belegschaft zuletzt über das Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit abgedeckt gewesen waren. Ingo Thurm hatte aber bereits im Dezember erklärt, die Röllinghausener Firma werde ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachkommen können.
Dank neuer Aufträge sei das Unternehmen mittlerweile „bis Ende März durchfinanziert“, hatte Thurm schon vor Weihnachten berichtet. Denn es sei trotz der Insolvenz gelungen, „in erheblichem Maße“ neue Aufträge zu generieren. Diese Situation dürfte dem Insolvenzverwalter und seinem Team auch die Suche nach neuen Investoren für das Industrie-Unternehmen erleichtern. Schon im alten Jahr hatte Ingo Thurm von mehreren Interessenten berichtet, von denen einer sich den Betrieb in dem Alfelder Ortsteil auch schon angesehen habe. Kaufangebote nimmt Thurm seit dem Jahreswechsel – eben nach Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens – entgegen.
Seit 64 Jahren am Markt
Die Metallgießerei, im Jahr 1960 gegründet, fertigt heute in ihrem mittelständisch geprägten Betrieb an zwei Standorten Einzelteile, Kleinserien und Prototypen aus Aluminium und Magnesium. Das Unternehmen beliefert unter anderem die Automobilbranche. Zuletzt hatte sich die Firma neue Absatzmärkte unter anderem in der Luftfahrttechnik sowie im Rüstungsbereich erschlossen, um ihre Abhängigkeit von der kriselnden Automobilbranche zu reduzieren.
