Zugang in Alfeld versperrt

Kein Durchkommen vom Alfelder Seminarparkplatz zur Krippe und zum Lutherhaus – was ein Minibagger mit der Absperrung zu tun hat

Alfeld - Seit Monaten ist die Verbindungstreppe vom Seminarparkplatz zum Areal der Alfelder Superintendentur mit Baken und rot-weißem Flatterband abgesperrt. Das sagt die Kirchengemeinde zu den Gründen.

Mit großen Baken und rot weißem Flatterband ist die Treppe abgesperrt. Foto: Stephanie Marschall

Alfeld - Warum ist die Verbindungstreppe vom Seminarparkplatz zum Areal der Alfelder Superintendentur eigentlich abgesperrt – und das seit Monaten? Diese Frage stellen sich viele Alfelder. Darum hat die Redaktion bei der zuständigen Kirchengemeinde nachgefragt, was es mit dem Durchgangsverbot auf sich hat.

Zwei große Baken mit Blinklicht stehen auf der Treppe, rot-weißes Absperrband flattert im Wind, zwei Treppenstufen sind kaputt. Ein Durchkommen ist nicht möglich. Wer vom Seminarparkplatz aus zur Krippe der evangelischen Kirchengemeinde St. Nicolai, zum Lutherhaussaal oder in die Superintendentur möchte, der muss den Zuweg über die Straße Am Mönchehof wählen.

Mit einem Minibagger die Treppe runtergefahren

„Ja, die Treppe ist schon seit September vergangenen Jahres gesperrt“, bestätigt Frank Ulonska, Mitglied im Bauausschuss der Kirchengemeinde St.-Nicolai-Alfeld. Damals sei eine vom Energieversorgungsunternehmen Avacon beauftragte Firma auf dem Gelände mit Rohrbauarbeiten beschäftigt gewesen. „Ein Mitarbeiter ist mit einem Minibagger die Treppe runtergefahren, anstatt den anderen Weg zu wählen, warum auch immer“, berichtet Ulonska auf Nachfrage dieser Zeitung. Dabei sei die Treppe beschädigt worden.

Und damit wurde ein längerer Austausch über Kosten, Zuständigkeit, Schuldfrage und Reparatur in Gang gesetzt. Der Schaden summiert sich laut Berechnung auf fast 5000 Euro. „Ein Vertreter von Avacon sagte uns, das Unternehmen ist nicht zuständig, es wäre Sache der beauftragten Firma, sich um den verursachten Schaden zu kümmern“, so Ulonska. Und was sagt die Baufirma?

Versicherung will nur die Hälfte der Kosten übernehmen

Diese habe die Angelegenheit an ihre Versicherung abgegeben. „Die hat der Kirchengemeinde vorgerechnet, dass die Treppe fast 40 Jahre alt ist und sie wegen der noch zu erwartenden Lebensdauer und der Abnutzung nur die Hälfte des Schadens zahlt“, fasst das Kirchenvorstandsmitglied zusammen.

Das sei krass, vor allem wegen der knappen Mittel der Kirchengemeinde. „Wir sind wegen der finanziellen Lage verpflichtet, unnötige Belastungen von der Gemeinde abzuwenden“, erläutert Ulonska. Das Kirchenkreisamt habe die Angelegenheit geprüft und am Ende sei der Beschluss gefasst worden, keinen langen Rechtsstreit einzugehen, sondern die anfallenden Kosten zu übernehmen. Jetzt werde noch versucht, über Fördertöpfe an Zuschüsse zu kommen. „Wir hätten die Treppe gerne früher reparieren lassen, das ist leider nicht möglich gewesen“, bedauert der Kirchensprecher. Sobald die Außentemperaturen eine Instandsetzung möglich machen, soll es aber losgehen.

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