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Let’s Dance: Die Fredener Musiktage haben in diesem Jahr etwas Besonderes vor

Freden - Die 35. Ausgabe des Festivals hat in Freden, Alfeld, Gronau und Wrisbergholzen viele Überraschungen parat. Neben Musikern und Tänzerinnen aus Europa und Afrika ist auch ein bekannter Schauspieler zu Gast. Der Vorverkauf hat gerade begonnen.

Das Tango Nuevo Quintet spielt bei den Fredener Musiktagen die Musik von Astor Piazzolla. Foto: Fredener Musiktage

Freden - „Let’s Dance“ war 1983 David Bowies größter Hit. Das Album und die gleichnamige Single machten ihn zum Superstar, der von da an die größten Stadien füllte. Stadionkonzerte sind bei der 35. Saison der Internationalen Fredener Musiktage zwar nicht geplant, doch auch sie sollen in die Beine gehen. Die Sommerkonzerte stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Lasst uns tanzen (Let’s dance)“. Der Auftakt des Festivals ist am 31. Juli – Karten gibt es ab sofort.

Das Motto ermögliche es, „ganz unterschiedliche, faszinierende Konzerterlebnisse auf die Bühnen zu bringen“, sagt Utz Köster, der Intendant des Festivals, das sich in diesem Jahr nicht auf Freden beschränkt. Auch in Alfeld, Wrisbergholzen und Gronau sind Veranstaltungen geplant. Pop und Rock à la Bowie sind nicht zu erwarten, dafür Walzer, afrikanische Rhythmen, Flamenco und Tango, Tanz zur Barockmusik von Johann Sebastian Bach und auch zeitgenössisches Ballett. „Es wird ein Erlebnis für alle Sinne“, verspricht Adrian Adlam, der künstlerische Leiter der Musiktage.

Das Eröffnungskonzert am 31. Juli in der Fredener Zehntscheune gestaltet das Salaputia Brass Quintett. Das Ensemble, dessen Musiker bei Spitzen-Institutionen wie dem Konzerthausorchester und der Deutschen Oper Berlin, im Festspielorchester Bayreuth und dem Balthasar-Neumann-Ensemble mitwirken, wird auch das Auftragswerk dieser Festival-Ausgabe spielen: „Gothic Dances“ von Kerry Turner. Hier schließt sich ein Kreis, denn der US-Amerikaner schrieb 1993 bereits das erste Auftragswerk für die Fredener Musiktage. Sein Stück „Ricochet“ wird seither international von zahlreichen Blechbläserquintetten aufgeführt – ein Dauerbrenner „made in Freden“.

Das Festivalensemble camerata freden präsentiert drei Konzerte, die die tänzerische Kraft klassischer Musik widerspiegeln. Die findet sich in Werken von Franz Schubert, Antonín Dvořák und Georges Enescu, erst recht in den Walzern von Johann Strauß oder den Polkas von Bedřich Smetana. Ein Höhepunkt soll der gemeinsame Auftritt mit dem Hamburger Kammerballett am 4. August mit Igor Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ werden. Den Part des Erzählers übernimmt der Schauspieler Heikko Deutschmann. Zuvor liest er aus dem Roman „Der Tänzer“, einem Roman des Autors Colum McCann über das Leben des legendären Balletttänzers Rudolf Nurejew.

Spezielles Wunschkonzert

Zu einem Wunschkonzert, wie es vor rund 350 Jahren in Londoner Pubs erklang, lädt das britische Barock-Ensemble Apollo’s Cabinet ein. Die Hits dieser Zeit und auch so manche derbe Ballade sollen die Tanzlust beim Publikum in der Fredener Zehntscheune wecken. Das Ensemble BachWerkVokal aus Salzburg lässt in der Kirche St. Martin in Wrisbergholzen Johann Sebastian Bachs sakrale Vokalmusik und zeitgenössische Tanzkunst verschmelzen.

Geheimnisvolle Gitarrenklänge und Kastagnetten sind hingegen für die Gronauer Lichtspiele am 6. August angekündigt. Das Programm bietet eine Mischung aus traditionellen und modernen Flamenco-Tänzen sowie klassischer Musik. Außerdem entführt das Nuevo Tango Quintet um den französischen Akkordeonisten Félicien Brut in die Klangwelt des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla.

Neue künstlerische Bereiche zu entdecken, ist die Leidenschaft des „delian::quartetts“. Das Programm des Streichquartetts für die Fredener Musiktage ist eine Art „moderierte Revue“, bei der es mit Tanzstücken zunächst amüsant und unterhaltsam quer durch die Musikgeschichte geht. In der zweiten Hälfte des Konzerts, das von NDR Kultur übertragen wird, erlebt das Publikum die Zeit zwischen Renaissance und 20. Jahrhundert mit William Byrd und Erich Wolfgang Korngold dann im Handumdrehen noch einmal.

Ein Rahmenprogramm ergänzt die Konzerte. An drei Vormittagen geben Ibs Sallah, Mitglieder der „Tamala“-Band und die namibische Tänzerin Sellina afrikanische Tanz- und Trommel-Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Gemeindesaal der Fredener Kirche St. Georg – bevor Ibs Sallah und sein Ensemble am 8. August in ihrem Konzert in der Zehntscheune westafrikanische Klänge vorstellen.

Hier gibt es Tickets

Die Zehntscheune wird außerdem während des gesamten Festivals wieder zu einer Galerie. Dieses Mal sind Zeichnungen der luxemburgischen Künstlerin Rita Gierens zu sehen, die sich – zusätzlich zu Acryl-Gemälden und Akten – auch dem Festival-Thema Tanz widmen. Die Vernissage ist am 1. August.

Tickets für die Konzerte sind ab sofort im Fredener Festivalbüro, Am Schillerplatz 2, erhältlich (montags von 14.30 bis 16.30 Uhr, mittwochs und freitags von 9 bis 11 Uhr), außerdem unter der Telefonnummer 05184/950179 sowie über Reservix. Weitere Informationen auf der Internetseite der Musiktage.

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