Hildesheim - Im ehemaligen Real-Gebäude am Cheruskerring wird seit Monaten intensiv gearbeitet, um die Immobilie fit zu machen für die Eröffnung eines großen Marktkauf-Marktes. Jetzt hat die Muttergesellschaft Edeka Hannover-Minden festgelegt, wann der Markt erstmals seine Tore eröffnen soll: am Mittwoch, 3. Dezember, um 8 Uhr.
Zweiter Zugang zu Getränken
Bis dahin gibt es noch jede Menge zu tun. Aber vieles ist auch schon deutlich klarer als bei einem ersten Pressetermin, zu dem Edeka im Frühjahr eingeladen hatte. Gut erkennbar ist mittlerweile, wo der zweite Zugang entstehen soll, durch den Kundinnen und Kunden direkt in den Getränkemarkt sowie zu den Pfandautomaten gelangen. Dort soll es auch eine Anlage geben, in die man gesammelte Einweg-Pfandflaschen aus einem großen Sack heraus einfach hineinkippen kann, anstatt jede Flasche einzeln einzuwerfen.
Der Haupteingang bleibt indes an der Stelle, an der er auch schon bei Real war – die Glasfront wird in den nächsten Wochen noch farblich umgestaltet. Farbliche Gestaltungen sind im Innenraum, wo Marktkauf auf insgesamt 7000 Quadratmetern Verkaufsfläche seine Waren anbieten will, bereits fertig. Unterschiedliche Produktgruppen lassen sich anhand unterschiedlicher Wandfarben orten. Rund um Obst und Gemüse, die gleich hinter dem Eingang angeboten werden, sind die Wände zum Beispiel grün gestrichen.
Funda Tasar kehrt zurück
Inzwischen stehen auch neun von zehn möglichen Untermietern – Edeka selbst spricht von „Konzessionären“ – fest, die mit kleinen Ladengeschäften oder gastronomischen Angeboten im Bereich vor den Kassen vertreten sind. Darunter sind auch einige Anbieter, die schon in der Real-Zeit am Cheruskerring vertreten waren.
Funda Tasar kehrt mit ihrem Büro rt-Reisetouristik ebenso zurück wie die Wäscherei Fasson. Tasar eröffnet dabei eine zweite Filiale neben ihrer Niederlassung in der Andreaspassage. „Ich liebe den Standort, ich war hier ja schon 34 Jahre lang“, sagte sie bei einem Besuch vor Ort am Montag. Auch der Schuh- und Schlüsseldienst Sprint war bei Real schon vertreten.
Die zweite Filiale in Hildesheim eröffnet indes Elif, ein Anbieter mediterraner Feinkost, der bereits im Hit-Markt in Ochtersum vertreten ist. Die Firma Miibowl verspricht asiatische Nudelsuppen und Bowls. Ferner dabei sind das Optikergeschäft Brillen.de, der Toto-Lotto-Kiosk Truebacco, das Friseur-Unternehmen KHR sowie ein Handyshop und ein Textilgeschäft. Ein 200 Quadratmeter großes Ladengeschäft ganz am Westrand des Gebäudes ist noch frei. Gastronomie ist dort laut Marktkauf allerdings nicht mehr möglich, das baurechtliche Limit von 800 Quadratmetern für diese Branche ist bereits erreicht. Inklusive eines von der Edeka-Marke „Marktzeit“ betriebenen Cafés mit Sitzbereichen innen und außen.
Baustellenfest im Oktober
Das Limit an Arbeitsplätzen ist indes noch nicht erreicht. 150 Beschäftigte braucht Marktkauf nach eigener Einschätzung. Schließlich soll der Supermarkt täglich 14 Stunden öffnen (von 8 bis 22 Uhr) und neben dem normalen Angebot und dem Getränkemarkt auch mehrere Bedientheken unterhalten, etwa für Fleisch, Fisch und Käse. Diese sollen bereits um 20 Uhr schließen. „Hierfür Personal zu finden, ist besonders schwer“, sagt Marktleiter Lars Ogiermann. Er berichtet indes, dass sich zahlreiche frühere Real-Beschäftigte beworben haben und auch eingestellt wurden: „Die haben wirklich eine große Verbundenheit mit dem Standort.“
Erste Einblicke können Interessierte am Samstag, 11. Oktober, gewinnen. Dann lädt Marktkauf zu einem großen Baustellenfest ein. Ursprünglich sollte das schon im Sommer steigen. „Mir ist es aber wichtig, dass zumindest unsere führenden Mitarbeiter, die das Gesicht des Marktes sein werden, feststehen und dabei sein können“, erklärt Marktleiter Ogiermann die Verschiebung. Auch die Konzessionäre können sich mit eigenen Angeboten beteiligen.
Tankstelle wird vollautomatisch
Auch vor dem Gebäude soll sich noch etwas tun. Marktkauf will vor der Ladenzeile einen kleinen Spielplatz einrichten. Veränderungen sind auch bei der Tankstelle geplant: Der Betreiber soll wechseln, die Anlage soll dann vollautomatisch laufen, dafür aber 24 Stunden am Tag nutzbar sein. Die Umstellung dürfte allerdings erst im nächsten Jahr kommen. Schon früher, so hofft Marktleiter Ogiermann, werden gut 20 Autos ohne Kennzeichen entfernt, die ein Unbekannter, möglicherweise ein Händler, auf dem Parkplatz deponiert hat.


