Hildesheim - Nur drei Stunden hat es gedauert, dann waren sie alle weg: Bereits am ersten Verkaufstag am Montag sind alle 650 Hildesheim-Boxen vergriffen gewesen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht. Mit den Erfahrungen aus den letzten Jahren war das nicht absehbar“, sagt Daniel Rothert, Geschäftsführer der Agentur vonHier, die die Boxen gemeinsam mit Hildesheim Marketing konzipiert hat. Schon früh am Morgen hatte sich eine Schlange vor der Tourist-Information gebildet, die den Verkauf der Boxen organisiert hat.
Rotherts Freude über den Erfolg der mit regionalen Produkten gefüllten Pappschachteln ist jedoch getrübt von dem Unmut, den sowohl die Mitarbeitenden seiner Agentur als auch die der Tourist-Information zu spüren bekommen: Einige Hildesheimer sind verärgert, dass sie keine Box mehr erhalten haben, und machen ihrem Frust in Mails und vor Ort Luft. „Unser Team hat sich durchgehend freundlich, geduldig und diplomatisch geäußert. Das Verhalten einiger Kundinnen und Kunden steht dazu leider in keinem Verhältnis“, berichtet Svenja Drescher, Teamleiterin Tourismus bei Hildesheim Marketing. „Es tut uns leid, dass nicht jeder eine Hildesheim-Box erhalten hat, das rechtfertigt es aber nicht, die Kolleginnen in der Tourist-Information und unsere Mitarbeitenden verbal anzugehen“, stellt Daniel Rothert klar.
Veränderungen für nächstes Jahr geplant
Aus den jetzigen Erfahrungen wollen er und sein Team Konsequenzen für die Hildesheim-Box im nächsten Jahr ziehen: Vorbestellungen werden nicht mehr möglich und die Anzahl der pro Person erwerbbaren Boxen begrenzt sein. Denkbar sei zudem eine Aufstockung der Auflage. „Das ist aber nur in geringem Maße möglich, da die in der Hildesheim-Box enthaltenen Produkte nicht in Massen gefertigt werden“, erklärt Rothert. Einige dieser regionalen Produkte sind außerdem das ganze Jahr über in der Tourist-Info erhältlich – wer keine Hildesheim-Box mehr bekommen hat, geht also trotzdem nicht ganz leer aus.
