Gerzen - Die Heiße Kiste in Gerzen kennen viele noch als Anlaufstelle für deftige Schnitzel mit Pommes. Viele Jahre nach der Schließung des Imbisses soll jetzt ein neues Restaurant in die Räume an der B3 ziehen. Der 22-jährige Homam Abuula möchte dort eine Pizzeria eröffnen. Vorab verrät er, wie er es geschafft hat, sich als junger Erwachsener selbstständig zu machen, welche Gerichte er anbieten wird – und wann er die ersten Gäste bedienen will.
Pizza Alfeld und der Einfluss seiner Onkel
„Es war schon immer mein Traum, ein eigenes Restaurant zu eröffnen“, sagt der 22-Jährige. Er liebe die italienische Küche – vor allem Pizza. Eigentlich hatte der Alfelder eine Ausbildung zum Fahrzeuglackierer begonnen, die er aus gesundheitlichen Gründen allerdings abbrechen musste. Also ging er seiner Leidenschaft, dem Kochen, nach. Geprägt haben ihn seine beiden Onkel – der eine führt ein Restaurant in Italien und der andere eins in Frankfurt am Main. „Ich habe eine Zeit lang bei ihnen gearbeitet und viel von ihnen gelernt“, sagt Abuula. Er habe zwar Erfahrung, aber keine gastronomische Ausbildung. Doch er ist überzeugt, dass es trotzdem „zu hundert Prozent schmecken wird“.
Den Teig für seine Pizzen und alle Soßen will Abuula selbst herstellen. Auf der Speisekarte werde es neben den klassischen Sorten wie Margherita und Salami beispielsweise auch Pizza Alfeld mit Geflügelsalami, Schinken, Champignons, Paprika und Peperoni geben. Abuula will in seiner Pizzeria Fantasia aber auch Pasta und Salate anbieten – und mit Currywurst und Schnitzelgerichten auch die Fans der deutschen Küche überzeugen. Für ein Hauptgericht sollen Gäste zwischen 8,50 und 12 Euro zahlen.
Er bekommt viel Unterstützung, um seinen Traum zu erfüllen
Die Räume an der Bundesstraße 3 in Gerzen habe er gezielt als Standort für seine Pizzeria ausgesucht. Abuula glaubt, dass er hier die perfekte Lage zwischen Alfeld, Delligsen und Duingen hat – und sein Restaurant von den Vorbeifahrenden gut gesehen wird. Doch der Platz im Restaurant ist begrenzt, weshalb es die Gerichte erst einmal nur zur Abholung oder als Lieferung geben wird. „Ich will klein anfangen. Wenn es gut läuft, werde ich noch eine Terrasse hinterm Laden bauen, um auch Sitzplätze anbieten zu können“, verrät er.
Doch wie schafft es ein 22-Jähriger ohne jahrelange Berufserfahrung und finanzielle Rücklagen, ein eigenes Restaurant zu eröffnen? „Meine Familie hat mich beim Umbau viel unterstützt. Deshalb ist es mir umso wichtiger, dass die Pizzeria gut angenommen wird“, sagt Abuula. Mitarbeitende wolle er erst einstellen, wenn sich der Laden etabliert hat – und bis dahin werde ihm seine Familie in der Küche und beim Ausliefern helfen.
Die Pizzeria soll sieben Tage die Woche geöffnet sein
Ob das Restaurant bei den Alfeldern und Leinebergländern gut ankommt, soll sich schon in wenigen Wochen zeigen. Denn: Abuula will die Pizzeria Fantasia bereits im November eröffnen. Wann genau, wisse er aber nicht, weil es noch einige kleine Dinge zu tun gebe. Doch die Küche ist schon voll ausgestattet. Hier sollen Gäste künftig jeden Tag von 11 bis 22 Uhr mit warmen Speisen versorgt werden. Bestellt werden kann dann im Restaurant am Gerzer Schlag 9 vor Ort – oder über Lieferando.
