Erneuerbare Energie

Neuer Solarpark im Hildesheimer Südkreis geplant

Banteln/Brüggen - Die Samtgemeinde Leinebergland hat jüngst Pläne über einen neuen Solarpark südlich von Gronau veröffentlicht. Die zuständige Firma will sich dazu derzeit noch nicht näher äußern – erst sollen die Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen. (Mit Karte)

Noch ist das Areal zwischen der Bundesstraße 3 und dem Schießstand Oberg ein Feld. Geht es nach einer Firma aus dem Landkreis Hildesheim, soll sich das aber in Zukunft ändern. Foto: Chris Gossmann

Banteln/Brüggen - Das Feld zwischen dem Schießstand Oberg und der Bundesstraße 3 südlich von Gronau ist derzeit nichts weiter als das – ein Feld. Nun aber hat die Samtgemeinde Leinebergland auf ihrer Webseite Pläne veröffentlicht, nach denen sich das Bild des Obergs in Zukunft gründlich ändern dürfte: Die Firma Oberg Freiflächen PV GmbH & Co. KG möchte auf dem Gebiet einen neuen Solarpark bauen.

Die aktuelle Planung umfasst eine 16,4 Hektar große Fläche südlich von Banteln und nordwestlich von Brüggen. Der Großteil des Solarparks soll auf dem Feld zwischen B3 und Schießstand entstehen, ein kleinerer Teil soll sich zudem auf das Areal westlich der Outdoor-Fahrstrecke der Interessengemeinschaft 4x4 Hameln am Oberg erstrecken. Diese Pläne stehen allerdings noch völlig am Anfang, aktuell ist es noch nicht einmal erlaubt, die Fläche für einen Solarpark zu nutzen – der Flächennutzungsplan gibt das nicht her. „Eine Bebauung ist momentan nicht möglich“, heißt es so auch in der Mitteilung zum Solarpark.

Bürger können zu den Plänen Stellung beziehen

Das soll sich aber ändern. Die Samtgemeinde will in einer ihrer kommenden Sitzungen neu über den Flächennutzungsplan entscheiden und die Sondernutzung „Solarpark“ für das Gebiet mit aufnehmen. Der entsprechende Entwurf liegt nun sowohl auf der Gemeinde-Webseite, als auch öffentlich im Gronauer Bürgermeisterhaus in der Junkernstraße 7 aus. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich so ein Bild von den geplanten Änderungen machen und sich gegebenenfalls dazu in einer Stellungnahme äußern – etwa bei Fragen zum Umweltschutz. „Durch die Projektdurchführung wird eine erhebliche Beeinträchtigung von Natur und Landschaft ausgelöst“, heißt es dazu in der Mitteilung der Gemeinde. Diese soll daher künftig darauf achten, dass diese mit Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden. Für die im Gebiet lebenden Vogelarten sollen so etwa neue Nisträume bereitgestellt werden.



Firma will Stellungnahmen abwarten

Die Gemeinde nimmt die Stellungnahmen aus der Bürgerschaft noch bis zum 30. Januar kommenden Jahres entgegen. Die Firma Oberg Freiflächen PV GmbH & Co. KG, die den Solarpark plant, will diese Phase erst einmal abwarten, ehe sie sich zu näheren Details äußert. Diese seien im aktuellen Stadium ohnehin noch nicht spruchreif, teilt die Firma auf HAZ-Anfrage mit. So sei etwa noch überhaupt nicht klar, wie groß der Park am Ende tatsächlich werden soll – Aussagen wie etwa zur erhofften Stromleistung seien daher derzeit nur Spekulation.

Diese Fragen entschieden sich voraussichtlich im kommenden Frühjahr, nachdem die eingegangenen Stellungnahmen gesammelt wurden, heißt es weiter. Die Firma hat ihren Sitz in Gronau und ist eine sogenannte Kommanditgesellschaft, die gleichermaßen von den Energieversorgern Avacon Natur und Überlandwerk Leinetal finanziert wird.

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