Fußball-Kreispokal

Pokal-Drama am Ostermontag: Alfelder Reserve scheitert in Holzminden, Deinsen zieht im Elfmeterschießen ins Halbfinale ein

Leinebergland - Die SV Alfeld II verpasst das Endspiel nach einer schwachen ersten Halbzeit knapp. Der TSV Deinsen muss beim SC Harsum II trotz klarer Überlegenheit zwar ins Elfmeterschießen, behält dort aber die Nerven.

Justin Flessel-Röhnsch (rotes Trikot, hier gegen den VfV Hildesheim II) und die Deinser Kicker haben den Sprung unter die vier besten Teams des Fußballkreises Hildesheim-Holzminden geschafft. Foto: David Paasche/Archiv

Leinebergland - Die Zweitvertretung der SV Alfeld hat den Einzug ins Endspiel des Kreispokals am Ostermontag knapp verpasst. Beim SV 06 Holzminden verloren die Grün-Weißen vor allem aufgrund einer zu passiven ersten Halbzeit mit 1:2 (0:1).

Holzminden zu Beginn griffiger

Wir haben das Spiel definitiv in Durchgang eins verloren“, analysierte Alfelds Trainer Sven Jakob nach der Partie. Seinem Team fehlte der Zugriff in den Zweikämpfen. „Außerdem haben wir im Spielaufbau viel zu viele Fehler gemacht“, ärgerte sich Jakob. Folgerichtig brachte Mats Lindner den Tabellenzweiten der Kreisliga Holzminden in der 22. Minute in Führung. Danach hatten die Hausherren auf dem Holzmindener Kunstrasen sogar noch zwei klare Chancen.

Alfeld dreht nach der Pause auf

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Alfelder ein anderes Gesicht. Sie gewannen den Großteil der Zweikämpfe und spielten mit deutlich mehr Zug nach vorn. In der 57. Minute war es schließlich Felix Schuster, der die SVA nach feinem Steckpass von Maurice Wittek für ihre Mühen belohnte. „Danach waren wir total am Drücker. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass wir ein Tor kassieren würden“, berichtete Jakob.

Doch während die Grün-Weißen ihre Chancen nicht nutzten, schlug Holzminden per Freistoßtrick zu. Noah Buske erwischte Mauer und Keeper Erik Reimann auf dem falschen Fuß und drosch den Ball nach einer Finte in die Torwartecke (76.). „Natürlich tut die Niederlage weh. Wir hätten schon gern das Finale erreicht“, sagte Jakob.

Deinsen lässt viele Chancen liegen

Beim TSV Deinsen herrschte hingegen Riesenjubel. Nur zwei Tage nach der überraschenden Trennung von Trainer Dennis Martin waren die Deinser beim SC Harsum II gefordert. Im 3-5-2-System drängten die Gäste von Beginn an auf die Führung. Milan Ander scheiterte bereits nach zwei Minuten in einer Eins-gegen-Eins-Situation an Harsums Keeper John Beelte.

„Auch danach haben wir das Spiel in allen Belangen dominiert“, befand Interimstrainer und Manager Sercan Zümrüt. Doch ohne Torjäger Aycan Alpagut, der als Winterneuzugang nicht spielberechtigt war, ließen die Deinser zu viele Chancen liegen. „Dieses Bild hat sich auch in Halbzeit zwei fortgesetzt“, analysierte Zümrüt. Den jungen Spielern habe es an Kaltschnäuzigkeit gefehlt – auch aufgrund des zuletzt angeknacksten Selbstvertrauens.

Entscheidung fällt im Elfmeterschießen

Auch Zümrüt selbst und Routinier Agron Luma nutzten ihre Möglichkeiten nicht, sodass der TSV ins Elfmeterschießen musste. Nachdem die ersten fünf Schützen beider Teams trafen, entschied das Duell der sechsten Schützen. Justin Röhnsch-Flessel verwandelte zunächst, ehe Mathias Meinhart stark parierte und den TSV ins Halbfinale hievte. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass wir es ins Endspiel schaffen“, meinte Zümrüt.

Neben dem TSV Deinsen und dem SV 06 Holzminden lösten auch der TSV Holenberg (2:0 gegen Bodenwerder) und der SC Drispenstedt (5:0 bei Hüddessum/Machtsum) das Ticket für die Halbfinals. Die Begegnungen werden in der kommenden Woche ausgelost.

Von David Paasche

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