Vom Leben in Alfeld

Radeln mit weiter Hose

Alfeld - Modische Outfits können einen beim Tragen schon vor Herausforderungen stellen oder, besser gesagt, nicht zu jeder Lebenssituation passen. Warum weite Hosenbeine und Radfahren nervig sein können, das verrät AZ-Redakteurin Stephanie Marschall.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Palazzo-Hose, Culotte oder Marlene-Hose – ich mag weite Beinkleider, egal ob bis zur Wade oder bis zum Knöchel, aus Leinen- oder Baumwollstoff. Diese Hosen sind vor allem an warmen Sommertagen schön luftig und angenehm zu tragen. Für diese modische Erfindung gibt es von mir fünf Bienchenstempel in Richtung Designer. Ich hoffe, dass dieser Trend noch längere Zeit angesagt bleibt. Allerdings muss ich zugeben, dass mich diese weite Form auch vor eine Herausforderung stellt oder, besser gesagt, stellte. Ich fahre meistens mit dem Fahrrad zur Arbeit, und das ist das Problem. Wer schon einmal versucht hat, mit einer Palazzo-Hose, Culotte oder Marlene-Hose zu radeln, der weiß, was ich meine. Das rechte Hosenbein muss nach oben geschoppt werden, sonst hängt der Stoff in der Kette. Ich habe es mit Krempeln, Wäscheklammern und Gummiringen versucht – keine wirklichen Lösungen. Als ich darum am Montag genervt und schimpfend in der Redaktion ankam, präsentierte mir eine meiner Kolleginnen die Lösung: ein Reflektorband mit Klettverschluss für das Hosenbein und dann noch mit Aufdruck „Alfelder Zeitung“. Einfach perfekt fürs Radeln mit weiter Hose. Dankeschön.

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