Ab 1. März gelten strenge Auflagen

Schonfrist steht kurz bevor: Stadt Alfeld plant Baumfällarbeiten zwischen Warzen und Gerzen

Alfeld - Von Anfang März bis Ende September ist das Schneiden von Bäumen und Hecken an strenge Auflagen gebunden, die Natur soll in diesem Zeitraum geschont werden. Die Stadt Alfeld plant nun im Laufe der aktuellen Woche neue Arbeiten am Rettberg – und mahnt alle Besucher zur Vorsicht.

Die Stadt Alfeld plant Baumfällarbeiten am Rettberg zwischen Warzen und Gerzen. Foto: Ulrich Meinhard

Alfeld - Keine zwei Wochen mehr, dann ist es wieder an den Alfeldern und Alfelderinnen, ihre Heckenscheren zu verstauen. Vom 1. März bis zum 30. September greift die alljährliche Schonfrist für den Baum-, Strauch- und Heckenschnitt, um die Natur zu entlasten – allen voran die Vögel, die in den Hölzern gerne brüten. Bis zum Beginn des März aber ist noch Zeit für letzte Arbeiten, die auch die Stadt Alfeld nun nutzen will. Noch im Laufe dieser Woche ist der Beginn von Baumfällarbeiten am Rettberg geplant.

Im Waldbereich zwischen Warzen und Gerzen sei die „Förderung von lichtbedürftigen Baumarten wie Lärche, Eiche, Ahorn und Kirsche sowie von qualitativ guten Buchen“ das Ziel, wie die Stadt in einer Mitteilung angibt – es handele sich um eine sogenannte „Pflegedurchforstung“.

Besucher sollten vorsichtig sein

Die Arbeiter fällen daher in den kommenden Tagen einige Bäume oder schneiden Kronen und Äste zurück, was das Wachstum der Pflanzen fördern soll. Das dabei anfallende Brennholz können private wie auch gewerbliche Kunden kaufen, heißt es vonseiten der Stadt.

Während die Arbeiten aber laufen, mahnt die Verwaltung alle Besucherinnen und Besucher des Rettbergs zu besonderer Vorsicht – wenn nicht gar dazu, den Bereich sicherheitshalber vollständig zu meiden. Vor allem Halterinnen und Halter von Hunden sollten darauf achten, dass ihre Tiere den Arbeitern nicht in die Quere kommen.

Einige Arbeiten an Hecken sind auch nach dem 1. März erlaubt

Wann die Pflegearbeiten am Rettberg genau starten, könne die Stadt am Dienstagnachmittag auf Nachfrage nicht sagen – ein genaues Datum stehe noch nicht fest, sagt Stadtsprecher Hans-Günther Scharf. Die Arbeiten sollten voraussichtlich eine Woche andauern. Während dieser Zeit sind mehrere Fußwege im Wald voll gesperrt, kündigt die Stadt an.

Derweil ist es für alle Alfelderinnen und Alfelder auch nach Märzbeginn durchaus noch möglich, die eigene Hecke bis zum Ende der Schonfrist zu beschneiden. Hierbei gelte es aber, Auflagen zum Naturschutz zu beachten.

Denn das Bundesnaturschutzgesetz, das seit 16 Jahren das Schneiden der Bäume und Hecken in Deutschland regelt, erlaubt auch nach Märzbeginn noch kosmetische Arbeiten an den Pflanzen – sogenannte Form- und Pflegeschnitte, um etwa wilden Wuchs zu verhindern oder die Pflanze gesund zu halten. Der Nabu Niedersachsen, der auch im Landkreis Hildesheim mit einem Kreisverband vertreten ist, mahnt allerdings davor, nistende Vögel durch die Pflegeschnitte zu verscheuchen – ein aufmerksamer Blick ins Gehölz vor dem Schnitt sei hilfreich.

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