Alfeld - Die Alfelder Polizei ist am Dienstagnachmittag in die Feldmark bei Röllinghausen ausgerückt, weil von dort Schüsse gemeldet wurden. Vor Ort stellte sich aber schnell heraus, dass falscher Alarm bestand: Ein Jäger jagte in der Feldmark Kormorane.
Und das vollständig legal, wie ein Sprecher der Polizei der Redaktion tags darauf erklärt: „Das war kein wildes Rumgeballer.“ Da aber tagsüber in der Nähe auch unbeteiligte Menschen unterwegs waren, rückte die Polizei zur Überprüfung aus – eine Person habe die Schüsse nicht zuordnen können und habe deshalb die Beamten informiert, sagt der Polizist.
Legale Kormoran-Jagd
Vor Ort traf die Polizei dann den Jäger an, der auf die Kormorane schoss. Bei der Kontrolle überprüften die Polizisten, ob der Mann alle Vorschriften eingehalten hat und seine Waffe so genutzt und aufbewahrt hat, wie es erlaubt ist. Auch die Munition nahmen sie unter die Lupe. Die Kontrolle ergab: Es verlief alles ordnungsgemäß, Gefahr für Spaziergänger oder andere Personen in der Umgebung bestand nicht.
Für die Alfelder Polizei ist es beileibe nicht der erste Einsatz wegen einer Kormoran-Jagd, erklärt der Beamte. Die Vögel dürfen zwar grundsätzlich gejagt werden, allerdings mit mehreren Einschränkungen – darunter ist auch der Zeitraum. Ende Februar endet dieser für mehrere Monate, weswegen es im Februar regelmäßig zu Kormoran-Jagden in der Region komme. „Da stehen dann die Jäger nahe am Wasser und schießen, und das ist manchmal für Anwohner irritierend“, sagt der Polizist.
Polizei rückt wegen Jagdschüssen immer wieder aus
Und weil manche dieser Anwohner durch die Schüsse aufgeschreckt würden und schlicht nicht wüssten, dass die Vögel legal gejagt werden, rücke die Polizei Jahr für Jahr deswegen aus. Der Einsatz vom Dienstag reihe sich da nahtlos ein.
Von Ole Klein und Milan Bauseneik
