Alfelder Innenstadt

Städtebauförderung ist startklar: So können Immobilienbesitzer in Alfeld Fördergeld bekommen

Alfeld - Die Alfelder Verwaltung bietet 350 Immobilienbesitzern in der Innenstadt Beratungen für die Sanierung ihrer Häuser an. Die Standortgemeinschaft fordert zum Mitmachen auf.

In einigen Bereichen der Alfelder Innenstadt ist der Sanierungsstau deutlich sichtbar. Die Eigentümer können sich bei der Stadtverwaltung über Fördermöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung beraten lassen. Foto: Stephanie Marschall

Alfeld - 350 Eigentümer von Immobilien in der Innenstadt haben Post von der Stadt Alfeld bekommen. Dabei geht es nicht um Gebührenbescheide, sondern um die Städtebauförderung. Den Eigentümern wird von der Verwaltung eine Beratung über die Möglichkeiten einer privaten Fördermaßnahme für ihr Gebäude angeboten. Wie wird das angenommen und was ist möglich?

Wie berichtet, hat Alfeld den Zuschlag für die Städtebauförderung bekommen. Das beinhaltet Investitionen in Höhe von 25 Millionen Euro, von denen 14 Millionen bezuschusst werden – für die nächsten 15 Jahre. „Dieser Zuschlag ist für die Eigentümer in der Innenstadt das wichtigste Thema“, brachte es Lars Rogge, seit 2018 Vorsitzender der Alfelder Standortgemeinschaft, am Montagabend während der Mitgliederversammlung, auf den Punkt.

Eine Chance für die Innenstadt

Der Alfelder Unternehmer zeigte sich vor allem überzeugt, „dass es sicherlich auch der Standortgemeinschaft zu verdanken ist, dass sich die Politik wieder mehr mit der Innenstadt beschäftigt hat.“ Die Städtebauförderung sei zwar nicht das Allheilmittel, erleichtere aber vieles und „ist eine große Chance für die Innenstadt.“ Darum wolle Rogge auch dafür werben, dass sich mehr Inhaber an der Maßnahme beteiligen.

Dass es nun die Möglichkeit gibt, als Besitzer einer Immobilie bei einer Sanierung von den Zuschüssen zu profitieren und sich damit gleichzeitig aktiv an der Gestaltung der Stadt zu beteiligen, darauf machte Alfelds Erster Stadtrat und Baudezernent Mario Stellmacher aufmerksam: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, Sie haben Post von uns bekommen und können sich nun von unseren Experten über private Fördermaßnahmen beraten lassen.“ Stellmachers Appell an die Mitglieder der Standortgemeinschaft: „Tragen Sie das weiter. Wir sind startklar.“

Bislang 30 Nachfragen

Ansprechpartnerinnen bei der Verwaltung sind Janna Bengsch vom städtischen Planungsamt, Evelin Fleischhauer, Projektleiterin für die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG), die den Zuschlag als Sanierungsträger für die städtebauliche Sanierungsmaßnahme bekommen hat, sowie Fleischhauers Vertreterin Ulrike Grimm.

„Bislang hat es 30 Nachfragen mit konkreten Ideen oder Beratungsbedarf gegeben“, sagte Bengsch am Montag. Vor-Ort-Termine seien wichtig, um sich ein Bild vom Gebäude zu machen. „Wir schauen uns die Immobilie an, erarbeiten ein Konzept und besprechen die Maßnahmen mit dem Eigentümer“, schilderte Fleischhauer ein mögliches Prozedere.

Verschiedene Kriterien

Die Höhe der Förderung richte sich nach verschiedenen Kriterien, beispielsweise, ob ein Gebäude unter Denkmalschutz steht oder nicht. Bei Denkmalschutz und direkter Förderung sei ein Zuschuss von 40 Prozent möglich, allerdings maximal in Höhe von 62.000 Euro. Bei Immobilien ohne Denkmalschutz belaufe sich der mögliche Zuschuss auf 30 Prozent und maximal 37.000 Euro. Zudem gebe es pauschalisierte Fördermöglichkeiten.

Und was wird gefördert? Beispielsweise barrierefreie Zugänge, energetische Sanierungen, aber auch Instandhaltungen von Dächern, Fassaden, Haustüren und Fenstern.

Nicht vorher anfangen

Einen wichtigen Hinweis gab die NLG-Mitarbeiterin den Hauseigentümern noch mit auf den Weg: „Bitte erst mit der Maßnahme beginnen, wenn der Förderantrag gestellt ist.“ Erlaubt sei im Vorfeld lediglich, dass der Bauherr Angebote einhole – und zwar mindestens drei verschiedene.

Im Übrigen wird es auch einen Sanierungsbeirat geben. Zu dem gehören laut Stellmacher 20 Personen. Unter anderem aus den im Rat vertretenen Fraktionen, der Stadtverwaltung, dem Forum Alfeld aktiv, der Standortgemeinschaft und der Gastronomie. Das Gremium wird im Oktober zum ersten Mal tagen.

Kontakt zur Standortgemeinschaft

Immobilieneigentümer in der Innenstadt, die Interesse an einer Mitliedschaft in der Standortgemeinschaft haben, können sich per E-Mail an kontakt@alfeld-city.de wenden.

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