Kreis Hildesheim/Holzminden - Glätte, Frost und Schneefall zum Wochenstart – so stimmen die Meteorologen die Menschen in Südniedersachsen schon am Sonntag auf die bevorstehenden nächsten Wintertage ein. Da kommt der Warnstreik im öffentlichen Dienst eher unpassend, denn die Mitarbeiter der Straßenmeistereien in Hildesheim, Hameln und Hannover legen von Montag bis Mittwoch ihre Arbeit nieder. Was das für die Verkehrsteilnehmer aus den Landkreisen Hildesheim, Hameln und Holzminden bedeutet.
Gerade liegen extreme Wetterkapriolen mit verschneiten und vereisten Straßen hinter denjenigen, die mit dem Auto zur Arbeit pendeln. Sie sollen sich laut der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) Niedersachsen auf Einschränkungen im Winterdienst einstellen. „Die Kolleginnen und Kollegen der Straßenmeistereien in Hannover, Hameln und Hildesheim legen vom 2. bis zum 4. Februar ebenfalls ihre Arbeit nieder, davon ist der Winterdienst betroffen“, so Tobias Morchner, Pressesprecher vom Verdi-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen.
Erhebliche Einschränkungen
Markus Brockmann, Bereichsleiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, geht in einer E-Mail an die Redaktion noch einen Schritt weiter. Er warnt vor erheblichen Einschränkungen im Winterdienst auf den Bundes- und Landesstraßen in den Landkreisen. Brockmann kündigt an, dass die Landesbehörde versuchen werde, Notdienstvereinbarungen mit der Gewerkschaft zu treffen. Diese sollen sicherstellen, dass der Winterdienst durch Fremdunternehmen erfolgen kann.
Zwei Tage Zeugnisferien
Eine gute Nachricht gibt es von denjenigen, die den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Dieser soll nicht vom Streik betroffen sein und planmäßig fahren. Zudem sind in Niedersachsen am Montag und Dienstag Zeugnisferien. So fallen Fahrten zur Schule weg und eventuell haben auch einige berufstätige Mütter oder Väter frei. Das könnte die Lage auf den Straßen entspannen.
Verdi weitet in der bevorstehenden Woche die Streiks für Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder noch einmal deutlich aus. „Damit soll vor der dritten Verhandlungsrunde der Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht werden“, betont Verdi-Sprecher Morchner. Außer den Mitarbeitern der Straßenmeistereien sind Beschäftigte der Medizinischen Hochschule Hannover, der Universitätsmedizin Göttingen und der IT-Niedersachsen einbezogen. Eine zentrale Kundgebung ist für Dienstag, 3. Februar, um 10.30 Uhr vor dem Finanzministerium in Hannover geplant.
