vom Leben in Alfeld

Von A bis Z: Alfelds Markttage

Alfeld - Es gibt Tage, an denen sich eine Stadt anders anfühlt. Mittwochs und samstags ist das auf dem Alfelder Marktplatz so. Dann ist dort mehr als nur Durchgang – dann passiert etwas, meint AZ-Mitarbeiter David Paasche.

A bis Z Kolumnenbilder Paasche Foto: AZ

Alfeld - Der Platz ist derselbe. Die Häuser, die Wege, die Ecken. Und doch verändert sich mittwochs und samstags auf dem Alfelder Marktplatz etwas, sobald die Stände aufgebaut sind. Es wird voller, aber nicht hektisch. Eher lebendig. Man geht nicht einfach nur durch. Man bleibt stehen, schaut, wartet vielleicht kurz, kommt ins Gespräch, ohne es geplant zu haben. Es sind keine großen Begegnungen, eher kleine Unterbrechungen im Alltag. Zwischen Obstkisten und Brottüten entsteht ein eigener Rhythmus. Einer, der langsamer ist als sonst. Ein paar Worte hier, ein Lächeln dort. Und zwischendurch der Duft von Bratwurst, der über den Platz zieht. Vielleicht ist es genau das, was diesen Ort ausmacht. Dass er nichts Besonderes sein will und es gerade deshalb ist. Dass hier Dinge passieren, die man nicht bestellen kann. Gespräche, Begegnungen, ein Gefühl von Vertrautheit. Gerade weil vieles einfacher, schneller und verfügbarer geworden ist, fällt so ein Alfelder Markttag auf. Nicht laut, nicht spektakulär. Aber spürbar. Tritt man den Heimweg an, zumeist mit einer Tüte in der Hand, stellt sich ein ganz besonderes Gefühl ein: Dass es diese Orte noch gibt. Orte, an denen Alltag nicht nur erledigt wird, sondern passiert.

  • Alfeld