Vom Leben in Alfeld

Von A bis Z: Auf großem Fuß in Alfeld unterwegs

Alfeld - Wie lernt man eine Stadt am besten kennen? Für AZ-Redakteur Milan Bauseneik gibt es hierauf nur eine richtige Antwort. Der gute, alte Spaziergang ist das Mittel zur Wahl.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Wenn Sie einen Ort zum ersten Mal erkunden, liebe Leserinnen und Leser – wie machen Sie das am liebsten? Mit dem Auto? Dem Fahrrad? Oder einfach vom heimischen Sofa aus per Internet? Für mich ist nichts davon das Wahre, ich setze stattdessen ganz klar auf die Füße. Der Spaziergang ist mein bewährtes Mittel der Wahl – wenn ich eine Strecke gehen kann, gehe ich.

So überraschte ich letzte Woche meine Kollegen und Kolleginnen, als ich meinte, ich gehe jetzt mal eben „fix“ von der Innenstadt zum Fagus-Gelände für einen Termin. „Warum denn nicht einfach schnell ins Auto hüpfen?“, wurde ich gefragt, zum Werk bräuchte ich ja immerhin gute 20 Minuten zu Fuß pro Strecke – und das bei Regen! Ob ich denn etwa Arbeitszeit drücken wolle, kam die scherzhafte (hoffe ich zumindest) Nachfrage.

Mitnichten! Denn so komisch das auch klingt: Jeder Spaziergang durch eine mir neue Straße in Alfeld hilft mir bei der Arbeit. Nur wer einen Ort zu Fuß erkundet, lernt ihn richtig kennen – und die Leute, die sich dort aufhalten. In meinem Fall war das ein junger Mann, der es ganz und gar nicht gut fand, dass ich kein Feuerzeug für seine Zigarette bei mir hatte. Mit dem Auto hätte ich diese bemerkenswerte Begegnung doch glatt verpasst.

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