Vom Leben in Alfeld

Von A bis Z: Ausgesperrt und hilflos

Alfeld - Wer eine Tür hinter sich zuzieht, sollte besser einen Schlüssel dabei haben. Sonst steht man vielleicht allein in der verregneten Alfelder Fußgängerzone. Diese leidvolle Erfahrung hat AZ-Redakteur Nico Schwappacher am Sonntag gemacht.

AZ-Redakteur Nico Schwappacher Foto: AZ

Alfeld - Am Sonntag kann man sich in der verregneten Alfelder Fußgängerzone ganz schön verloren fühlen. Ich hatte Wochenenddienst, war alleine in der Redaktion und wollte mir eigentlich nur Wasser für eine Tasse Tee aufsetzen. Da fiel mir diese eine Tür auf dem Gang ins Auge, hinter die ich bislang nie einen Blick geworfen hatte.

Also ließ ich mich von meiner Neugier dazu verführen, hindurchzutreten. So fand ich mich in einem kleinen Durchgangsraum wieder – und musste feststellen, dass sich die Tür nur von einer Seite aus öffnen lässt. Da blieb nur, auch die anderen beiden Türen auszuprobieren. Eine führte ins Treppenhaus des Nachbargebäudes, durch das ich mich ins Freie rettete. Schlüssel, Smartphone, Laptop, Jacke – alles auf dem Schreibtisch in der Redaktion.

Ich bin der netten Nachbarin sehr dankbar, die mir ihr Handy anvertraute und an der Haustür wartete, während ich über mehrere Ecken die Handynummern meiner Kollegen eruierte, die mir zur Hilfe eilen könnten. Schließlich erbarmte sich meine Chefin Ulrike. Meine Güte, was hatte ich Puls.

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