Vom Leben in Alfeld

Von A bis Z: Dankbar für gemeinsame Wege

Alfeld - Manche Begleiter sagen kein Wort und prägen unser Leben trotzdem über Jahre. Wie viel Nähe allein im gemeinsamen Unterwegssein liegen kann, darüber macht sich AZ-Mitarbeiter David Paasche Gedanken.

A bis Z Kolumnenbilder Paasche Foto: AZ

Alfeld - Ich gehe oft mit meinem Labrador durch die Felder rund um Alfeld. Wege, die wir unzählige Male gelaufen sind. Für ihn gibt es dabei immer etwas zu entdecken, für mich waren es lange einfach Spaziergänge – rauskommen und Kopf frei bekommen. Mit der Zeit merkt man aber, dass solche Routinen viel mehr sind. Ein Tier begleitet durch Lebensphasen, ohne Fragen zu stellen. Es ist da – an guten Tagen genauso wie an schwierigen. Es freut sich, wenn man nach Hause kommt – und manchmal reicht genau das. Vielleicht liegt darin eine Form von Nähe, die wir leicht unterschätzen. Nicht alles, was uns guttut, muss etwas erklären, lösen oder leisten. Manches bekommt seinen Wert allein dadurch, dass es verlässlich da ist und ein Stück des Weges mitgeht. Das gilt nicht nur für Tiere. Auch Menschen, vertraute Orte oder kleine Rituale begleiten uns oft lange, ohne dass wir ihnen besondere Bedeutung beimessen. Und doch sind es gerade diese stillen Konstanten, die unserem Alltag Struktur und unserem Leben Vertrautheit geben. Vielleicht überschätzen wir manchmal die großen Momente und unterschätzen die stille Wirkung von Begleitung. Nicht alles, was uns prägt, hinterlässt laute Spuren. Manches läuft einfach jahrelang neben uns her – und wird genau dadurch zu einem Teil unserer eigenen Geschichte.

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