Vom Leben in Alfeld

Von A bis Z: Der Mann am Kompost

Alfeld - Alle reden vom Haustürwahlkampf – aber was ist, wenn niemand klingelt? Christian Wolters lernt aus dem Bürgermeister-Rennen in Alfeld.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Haben Sie schon mal Besuch von einem Wahlkämpfer oder einer Wahlkämpferin bekommen? An Ihrer Haustür? Ich bin jetzt 55 Jahre alt, und meine Ausbeute ist ziemlich mickrig. Ich kann nur auf einen FDP-Politiker verweisen, der mich ansprach, als ich den Kompost umgeschichtet habe, einen anderen FDP-Mann, der ohne es zu wollen in eine Gartenfeier geplatzt ist, und eine Frau von der CDU, die mich auf dem Fußweg vor dem Haus abgefangen hat. Ziemlich mau, oder? Und warum machen zum Beispiel SPD und Grüne einen Bogen um mich? Nun, meine Kollegin Kathi Flau hat sich in den Wahlkampf um den Top-Job im Alfelder Rathaus gestürzt und vielleicht eine Antwort mitgebracht, die auch mir weiterhilft. Dass nämlich manche Kandidaten nur da bimmeln, wo sie hoffen, auf offene Ohren zu stoßen. Und andere sogar ganz und gar auf die Plauderei auf der Türschwelle verzichten. Schade eigentlich. Denn ich finde es gerade spannend, ob da jemand in ein paar Sätzen deutlich machen kann, worauf es ihm ankommt. Zum Punkt kommen können. Super Eigenschaft! Oder wie sehen Sie das?

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