Vom Leben in Alfeld

Von A bis Z: Die beiden Rehe auf der Wernershöhe

Alfeld - AZ-Redakteur Milan Bauseneik musste sich jüngst über ein Reh ärgern, das sein Hochbeet vollständig leergefressen hat. Aber wie es der Zufall so will, kamen kurz darauf zwei weitere um die Ecke, um den Ärger wieder zu verstreuen.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Es gibt Tiere, die universell verhasst sind, etwa Mücken oder Wespen – der pure Zorn in Insektenform. Rehe dagegen dürften sich zu den beliebten Tieren zählen... Seit wenigen Tagen bei meiner Familie aber nicht mehr. Wir wurden jüngst Opfer von mindestens einem Reh, das unser Hochbeet im Garten ratzekahl leergefressen hat. Dabei wuchs alles so schön, wir haben uns wirklich auf die ersten selbst geernteten Bohnen gefreut. Jetzt aber haben wir nur noch Erde, die wir neu bepflanzen müssen – und es gilt, ein Fressschutzgitter zu kaufen. Schöner Mist. Entsprechend grummelig war ich am Dienstag auf dem Weg über die Wernershöhe nach Hause, als sich mir plötzlich ein Bild bot, das jeglichen Ärger sofort wieder verschwinden ließ: Wenige Meter vor meinem Wagen lief ein Reh anmutig über die Straße – und kurz darauf noch eines. Ich bin seit Jahrzehnten in Autos unterwegs, ob hinter dem Steuer oder als Beifahrer, und nie, wirklich noch nie, habe ich so etwas zuvor gesehen. Und dann sind es gleich zwei auf einmal? Als wollten sie eine Lanze für ihre verfressenen Rehkameraden brechen. Falls ja, hatten sie Erfolg – wie kann man diesen schönen Tieren nur jemals böse sein?

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